Der Trainingsauftakt der U21 ohne Chefcoach: Kurz bevor die Zweitvertretung des 1. FC Köln ihre erste Einheit absolviert hat, wurde Evangelos Sbonias zu den Profis befördert. Zu den Hintergründen nahm der Technische Direktor Lukas Berg Stellung.
Für die Öffentlichkeit kam die Nachricht, die der 1. FC Köln am Dienstagmorgen verkündet hat, überraschend. Für Lukas Berg natürlich nicht. Evangelos Sbonias‘ Beförderung zu den Profis, wo er nun Chefcoach René Wagner assistiert, war trotz der Verkündung nur wenige Stunden vor dem U21-Auftakt eine Entscheidung mit viel Vorlaufzeit.
„Wir haben in der Besetzung der Co-Trainerstelle für das Lizenz-Trainerteam, wie wir das in der Vergangenheit auch gemacht haben, wieder einen sehr ausführlichen Prozess gestartet und sind den durchlaufen. Da hat sich Laki durchgesetzt“, erklärte Berg am Rande des Vorbereitungsstarts der Regionalliga-Mannschaft in Frechen.
Berg hielt Sbonias den Cheftrainer-Posten frei
Der Technische Direktor gab Einblicke in den Ablauf der Suche: „Das hat seine Zeit gedauert, weil diese Rolle auch eines professionellen Prozesses gebührt. Laki ist von Anfang an mit reingestartet. Wir haben uns die nötige Sorgfalt genommen, um das am Ende gut zu orchestrieren und haben das dann heute zum Start des Trainingsauftakts verkündet.“ Die Mannschaft wurde am Montag informiert.
Sbonias, U21-Trainer der vergangenen drei Saisons, war demzufolge von Beginn an ein Kandidat für das neu gebildete Team von Chefcoach René Wagner. Während dieses Auswahlprozesses hat man ihm offenbar den Platz als U21-Coach freigehalten und sich noch nicht auf eine Nachfolgeregelung festgelegt. Jetzt erst, so Berg, geht der Entscheidungsprozess für einen neuen Cheftrainer in die heiße Phase.
Das ist eine extrem wichtige und strategische Stelle, das zeigt ja auch jetzt der Übergang von Laki in den Lizenzspielerbereich.
Lukas Berg über den U21-Posten
„Auch da wird es nicht überraschend sein, dass wir uns natürlich auf das Szenario vorbereitet haben“, so der FC-Direktor: „Das ist eine extrem wichtige und strategische Stelle, das zeigt auch der Übergang von Laki in den Lizenzspielerbereich. Deshalb werden wir uns auch da die nötige Zeit für einen Auswahlprozess nehmen. Wir verspüren keinen Druck und verfallen nicht in Hektik, weil die Gruppe und das Trainerteam funktionieren.
Berg versprach dennoch Ergebnisse: „Wir sind hier sehr, sehr gut aufgestellt, legen die nötige Sorgfalt, aber natürlich auch die nötige Geschwindigkeit an den Tag, um schnellstmöglich auch wieder einen Cheftrainer bei der U21 zu installieren.“
Sbonias-Assistent ein Kandidat?
Den Trainingsauftakt am Dienstag leiteten die bisherigen Co-Trainer Marcel Ivanusa und Tim Strenger. Könnte Ivanusa, der gemeinsam mit Sbonias von der SG Sonnenhof Aspach zum FC kam, zum Kandidatenkreis zählen? „Wir schließen zu diesem Zeitpunkt überhaupt nichts aus. Wir sind in der komfortablen Situation, dass wir in der Akademie sehr viele gut ausgebildete Trainer haben. Da gehört Marci mit dazu, der gerade seine A+ Lizenz erfolgreich abgeschlossen hat. Wir sind in sehr engen Gesprächen, um den Übergang zu vollziehen“, sagte Berg.
Wobei seine ergänzenden Worte klangen, als würde Ivanusa in der Assistentenrolle verbleiben: „Grundsätzlich fühlte er sich in der Vergangenheit wohl in der Co-Trainer-Rolle. Das ist ein Part, der zu berücksichtigen ist. Es gehört sich aber auch, in einen offenen Austausch zu gehen.“








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