Vorsaison wirft Fragen auf: Neuer Vertrag und neuer Club für Potocnik?

Jaka Cuber Potocnik fiel bei Rot-Weiss Essen mehrfach mit Muskelverletzungen aus. (Foto: IMAGO / Funke Foto Services)
Jaka Cuber Potocnik fiel bei Rot-Weiss Essen mehrfach mit Muskelverletzungen aus. (Foto: IMAGO / Funke Foto Services)

Die Zeichen stehen wieder auf Leihe: Mit einem neuen Vertrag beim 1. FC Köln ausgestattet, soll Jaka Cuber Potocnik noch einmal in der Ferne reifen. Ob es den Angreifer dafür erneut nach Essen verschlägt, ist mit Blick auf die abgelaufene Saison fraglich.

Die Verpflichtung von Jaka Cuber Potocnik war für den 1. FC Köln bekanntlich mit immensen Konsequenzen verbunden. Sportlich soll sich die Ausbildung des slowenischen Stürmers jedoch noch lohnen. Am Geißbockheim ist man nach wie vor überzeugt, dass Potocnik in Zukunft der Sprung in die Bundesliga gelingen kann, und strebt daher eine Verlängerung seines bis 30. Juni 2027 datierten Vertrags an.

Noch, das ist ebenfalls bereits klar, kommt das Oberhaus für den 21-Jährigen zu früh. So dürfte Potocnik in diesem Sommer mehr als nur einen Vertrag unterschreiben. Neben einem längerfristigen Arbeitspapier beim FC geht es für ihn auch um einen neuen Leihdeal.

Was dem FC bei der Essen-Leihe nicht schmeckte

Fraglich ist nach GEISSBLOG-Informationen, ob Potocnik weiterhin für Drittligist Rot-Weiß Essen aufläuft. Zwar würde RWE den Angreifer gerne noch einmal ausleihen, sparte seinen Namen daher bei den offiziellen Verabschiedungen aus – die Kölner Verantwortlichen zögern jedoch.

Der Hintergrund: Potocniks Verletzungshistorie, die durchaus Fragen aufwirft. In der vergangenen Saison zog sich der U21-Nationalspieler gleich drei Muskelverletzungen zu. Bis zum 23. Spieltag stand er 14-mal nicht im Kader. Die Frage, ob das nur großes Pech oder auch eine Frage der richtigen Steuerung war, liegt auf der Hand. Zumal Potocnik im Kölner Nachwuchs keinesfalls als verletzungsanfällig galt.

Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potenzial er besitzt, ein Top-Stürmer zu werden.

Uwe Koschinat

Speziell aufgrund seiner Vorgeschichte rund um die Transfersperre spürt man beim FC eine große Verantwortung für Potocnik und wägt nun genau ab, welcher nächste Schritt für ihn der beste ist. Wichtig ist aus Sicht der Verantwortlichen vor allem eines: Der Youngster soll das Momentum, das er sich zum Saisonende erarbeitet hat, unbedingt mitnehmen und maximal viel Spielpraxis sammeln.

Nachdem er sich zu Beginn des Jahres von einem Muskelbündelriss zurückgekämpft hatte, musste sich Potocnik in Essen lange Zeit mit Joker-Einsätzen begnügen. Erst kurz vor Saisonende gelang ihm der Sprung in die Startelf von Trainer Uwe Koschinat.

Auch 2. Bundesliga ist denkbar

Der frühere Coach von Fortuna Köln schätzt das FC-Talent, schwärmte zwischenzeitlich: „Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potenzial er besitzt, ein Top-Stürmer zu werden.“ Koschinat ließ Potocnik auch in der knapp verlorenen Relegation zum Zweitliga-Aufstieg gegen Greuther Fürth zweimal beginnen. Die Bilanz seiner ersten Drittliga-Saison: 21 Einsätze, sechs von Beginn an, vier Tore und zwei Vorlagen.

Grundsätzlich hat sich Potocnik bei RWE in die richtige Richtung entwickelt, ist auch menschlich gereift – doch sein Sprung hätte eben noch größer sein können, ohne die Verletzungsthematik. Interesse an ihm dürfte es nicht nur aus Essen geben. Denkbar wären auch eine Leihsaison in der 2. Bundesliga oder der Schritt ins Ausland. Was die Verantwortlichen derzeit keinesfalls anstreben, ist ein Verkauf des Sturm-Talents.

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