Karim Adeyemi will dem Ruf von Hansi Flick folgen und zum FC Barcelona wechseln. Borussia Dortmund verpflichtet dafür Said El Mala vom 1. FC Köln? Klingt logisch, auf den ersten Blick. Und ist doch unwahrscheinlich, wie eine genauere Analyse zeigt.
Keine Woche, beinahe kein Tag ohne neue Diskussionen um die Zukunft von Said El Mala. Nachdem zuletzt immer mehr darauf hindeutete, dass der Shootingstar des vergangenen Jahres auch in der neuen Saison das Trikot des 1. FC Köln trägt, wird plötzlich wieder Borussia Dortmund mit dem 19-Jährigen in Verbindung gebracht.
Etwas kurios: Es ist Ex-Bundestrainer Hansi Flick, der nun noch einmal Bewegung in die Sache bringen und die Kölner Saisonpläne durcheinanderwirbeln könnte. Der Coach des FC Barcelona wirbt nämlich intensiv um Nationalspieler Karim Adeyemi und der BVB hofft, eine Ablöse um die 40 Millionen Euro erzielen zu können.
Adeyemi-Ablöse als Grundstock für El-Mala-Offerte?
Dieses Geld könnte dann die Grundlage für eine El-Mala-Offerte sein. Zumal Dortmunds Sportboss Lars Ricken im vergangenen Herbst öffentlich erklärt hatte: „Natürlich beobachten wir Spieler in diesem Alterssegment extrem aufmerksam. Wir werden auf diesen Markt schauen und die Entwicklung von Said beobachten.“
Seitdem kommen immer wieder Gerüchte um den BVB und El Mala auf. Zuletzt die Spekulation, dass Dortmund rund 30 Millionen Euro plus Leihspieler bieten würde – eine Ente und darüber hinaus ein Modell, dem Thomas Kessler niemals zugestimmt hätte (der GEISSBLOG berichtete).
Das geforderte Angebot war schon da
Nun aber winkt der Borussia frisches Geld aus Barcelona. Dass man dieses nimmt, um bei El Mala all in zu gehen, gilt dennoch als äußerst unwahrscheinlich. Zwar wird wiederholt spekuliert, dass „El Mama“, Saids Mutter Sabrina, den FC gebeten hat, sich bei der Suche nach einer Lösung zu öffnen, etwa für eine niedrigere Sockelablöse und weitere Boni – doch der FC hat keinen Grund, von seinen geforderten 50 Millionen Euro abzuweichen.
Der FC bräuchte die El-Mala-Millionen im Hier und Jetzt, will man auch den Verlust des zweiten Offensivstars nach Jakub Kaminski kompensieren. Deshalb dürfte Sportchef Kessler darauf verweisen, dass aus Brentford bereits ein Angebot über 50 Millionen Euro vorlag, welches das Lager El Mala platzen ließ. Warum der FC sich jetzt mit weniger zufrieden geben sollte, erschließt sich da nicht.
BVB informiert, aber skeptisch
Sportlich wäre der BVB vielleicht der richtige, der logisch nächste Karriereschritt, wirtschaftlich passen die Rahmenbedingungen allerdings nicht. So müsste sich entweder die Borussia bis zum Äußersten strecken oder der FC eine dicke Kröte schlucken – beides keine wahrscheinlichen Szenarien.
Der BVB soll sich laut Sky über die potenzielle Ablöse und die Gehaltsvorstellungen informiert haben, nun aber Zurückhaltung an den Tag legen. El Mala selbst mag offen sein für einen Dortmund-Wechsel, die Schwarz-Gelben jedoch sind von einem Deal in dieser Größenordnung nicht überzeugt. Zumal Trainer Niko Kovac in seinem 3-4-2-1-System ohnehin nicht zwingend auf klassische Flügelstürmer setzt, die Außenbahnen gehören in der Regel den Wingbacks.
Hansi Flick könnte die Sache ja auch vereinfachen und direkt Said El Mala holen. Aber noch ist kein Interesse des FC Barcelona am kölschen Sturmwunder hinterlegt…








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