⁠“Das darf keine Entschuldigung sein“: Klare Ansage vor der Pflichtaufgabe

Michael Schiele steht in Würzburg an der Seitenlinie. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)
Michael Schiele steht in Würzburg an der Seitenlinie. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)

Der 1. FC Köln startet am Montag mit dem DFB-Pokal in die neue Saison – und das gleich mit einer Premiere. Bei den Würzburger Kickers treten die Geißböcke zum allerersten Mal überhaupt in einem Pflichtspiel an.

Für den 1. FC Köln ist die Partie in der Akon Arena in Würzburg das erste Pflichtspiel der Saison 2026/27. Ein Duell zwischen beiden Clubs hat es bislang nicht gegeben – weder in einer Liga noch im DFB-Pokal. Auch Kickers-Trainer Michael Schiele, der die Würzburger seit März 2026 in seiner zweiten Amtszeit betreut, stand dem FC noch nie gegenüber.

Ihre bislang letzte DFB-Pokal-Teilnahme hatten die Würzburger in der Saison 2024/25, damals noch als Regionalligist. In der 1. Runde forderten sie die TSG Hoffenheim und lieferten ein echtes Pokal-Drama: Nach 2:2 in regulärer Spielzeit und Verlängerung musste das Elfmeterschießen entscheiden, das die Kickers mit 3:5 verloren. In der vergangenen Saison waren die Kickers nicht für den DFB-Pokal qualifiziert. Das Duell mit dem FC ist also die nächste Pokal-Chance – und das als frischer Aufsteiger der 3. Liga.

Kickers mit Pokal-Drama in Erinnerung

Sportlich kommt Würzburg mit Rückenwind: In der Liga starteten die Bayern vor zwei Wochen mit einem 2:2 gegen Ingolstadt und einem klaren 4:0 gegen Wehen Wiesbaden gut und gehen entsprechend optimistisch in die Partie. Zudem schon mit einem Rhythmus, der dem FC noch fehlt – ein möglicher Vorteil gegenüber den Geißböcken, für die es das erste Pflichtspiel des Jahres ist.

Die Kölner Vorbereitung hatte nach guten Ergebnissen zum Abschluss einen Dämpfer kassiert: Nach zwei Siegen gegen Real Sociedad San Sebastian musste der FC sich in den beiden letzten Tests beim SC Paderborn mit zwei Niederlagen geschlagen geben. René Wagner zog dennoch ein positives Fazit: „Wir hatten gegen Paderborn nochmal einen guten Test. Jetzt müssen wir die Pflänzchen, die wir in der Vorbereitung gesät haben, jeden Tag wässern. Nur, weil wir sechs Wochen gut gearbeitet haben, heißt es nicht, dass das auch bestehen bleibt.“

„Als Bundesligist hast du in der ersten Runde immer den Nachteil, dass die anderen schon zwei Pflichtspiele absolviert haben. Das darf aber keine Entschuldigung sein. Unsere Aufgabe als Bundesligist ist es, eine Runde weiterzukommen.“

rene wagner

Dass ein klarer Favoritenstatus im DFB-Pokal nicht gerade viel wert ist, musste der FC in der vergangenen Saison selbst erfahren. In der 1. Runde 2025/26 gerieten die Kölner beim SSV Jahn Regensburg in Rückstand und retteten sich erst tief in der Nachspielzeit: Da waren es der ehemalige Kölner Eric Martel sowie Isak Johannesson, die die Partie noch zum 2:1-Sieg drehten. In der 2. Hauptrunde folgte dann das Aus gegen den FC Bayern München (1:4).

Die Erinnerung an das knappe Entkommen in Regensburg dürfte auch bei Wagner mitschwingen, wenn er vor der Reise nach Würzburg mahnt, die Liga des Gegners sei keine Ausrede. „Würzburg hat schon zwei Pflichtspiele gespielt, das kennen wir als Bundesligist aber schon. Als Bundesligist hast du in der ersten Runde immer den Nachteil, dass die anderen schon zwei Pflichtspiele absolviert haben. Das darf aber keine Entschuldigung sein. Unsere Aufgabe als Bundesligist ist es, eine Runde weiterzukommen, auch wenn Würzburg gut in die Saison gestartet ist.“


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