Die Frauen des 1. FC Köln haben gegen Union Berlin den dritten Sieg in Serie gefeiert. Überschattet wurde der 3:0-Erfolg von der Kopfverletzung Sophie Nachtigalls. Die Mittelfeldspielerin wurde per Trage vom Platz gebracht. Es gibt aber Entwarnung.
Nach dem überzeugenden 3:0-Sieg gegen Union Berlin und dem Sprung auf Rang vier hatten die Frauen des 1. FC Köln am Samstag allen Grund zu feiern. Doch die Bilder von Sophie Nachtigall, die nach einem harten Zusammenstoß bei einem Flugkopfball mit Verdacht auf eine Kopfverletzung per Trage vom Feld gebracht wurde (54.), dämpften die Stimmung im Franz-Kremer-Stadion nach Abpfiff.
Immerhin gab es noch am Abend eine erste, vorsichtige Entwarnung: Nach GEISSBLOG-Informationen bestätigten sich bei ersten Untersuchungen die Befürchtungen um eine schwerere Verletzung nicht.
Personelle Lage bleibt dünn
Ein längerer Ausfall der Mittelfeldspielerin wäre für den FC besonders bitter gewesen. Nachtigall hatte sich nach ihrem Sommer-Wechsel vom SC Freiburg sofort einen Stammplatz erspielt und war in dieser Saison mit Ausnahme der Partie gegen die TSG Hoffenheim, die sie krankheitsbedingt verpasste, in jedem Ligaspiel von Beginn an dabei.
Zumal die Kölnerinnen ohnehin schon seit Wochen personell improvisieren müssen: In der Innenverteidigung stand zuletzt keine einzige gelernte Verteidigerin mehr zur Verfügung, ein weiterer Ausfall in den ohnehin dünn besetzten Reihen hätte das Gefüge zusätzlich ins Wanken gebracht.
„Ihr geht es so weit ganz gut, sie ist ansprechbar, das ist alles okay.“
cheftrainerin Britta carlson
Trainerin Britta Carlson meldete sich nach dem Spiel mit einer positiven Nachricht, auch in Bezug auf Nachtigalls Zusammenprall: „Klar bin ich megastolz auf das Team, aber erstmal ist natürlich der Gedanke bei Sophie, die jetzt zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gekommen ist. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist, aber gerade bei Kopfverletzungen gucken wir noch mal ein bisschen genauer hin, das ist ganz wichtig. Ihr geht es so weit ganz gut, sie ist ansprechbar, das ist alles okay.“
Endgültige Entwarnung am Sonntag
Auch die Torschützin zum zwischenzeitlichen 2:0, Pauline Bremer, äußerte sich zur Situation um ihre Mitspielerin. Sie schilderte, was in so einem Moment auf dem Platz mit einer Mannschaft passiert und wie der FC damit umging: „Es ist nicht ganz so leicht, dann fokussiert zu bleiben, aber umso wichtiger sind natürlich die ersten Aktionen danach, sich nicht zu sehr ablenken zu lassen. Wir spielen ja auch für sie noch mit.“ Das tat Lydia Andrade mit Bravour. Die Angreiferin setzte kurz darauf mit dem Tor zum 3:0 den Deckel drauf.
Endgültige Entwarnung bei Nachtigall gab es dann am Sonntagabend über die offiziellen Kanäle des Vereins. Die FC-Frauen teilten per Instagram mit, dass sich bei den Untersuchungen keine schwerwiegende Diagnose ergeben habe. Nachtigall habe das Krankenhaus bereits am Samstag wieder verlassen können, es gehe ihr inzwischen deutlich besser.





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