Stars fallen lange aus: Verletzungspech holt Geißböcke früh ein

Marina Hegering feiert mit den auf Krücken gehenden Saedis Heidarsdottir und Elise Stenevik. (Foto: Sylvia Eichinger)
Marina Hegering feiert mit den auf Krücken gehenden Saedis Heidarsdottir und Elise Stenevik. (Foto: Sylvia Eichinger)

Der erste Heimsieg der Frauen des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim hat einen bitteren Beigeschmack – Britta Carlson muss auf vier Neuzugänge verzichten, drei davon fallen wohl länger aus.

Der 1:0-Sieg gegen Hoffenheim war für die Frauen des 1. FC Köln der erste Erfolg vor heimischer Kulisse in der neuen Saison. Im Anschluss folgte aber die ernüchternde Nachricht, die den Heimsieg überschattete: Kathy Hendrich, Saedis Heidarsdottir und Elise Stenevik fallen mit Fußverletzungen auf unbestimmte Zeit aus.

Auch Sophie Nachtigall fehlte gegen Hoffenheim, allerdings nur kurzfristig erkältungsbedingt. Cheftrainerin Britta Carlson darf hoffen, dass zumindest Nachtigall am Samstag im Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 wieder dabei sein wird.

Nationalspielerin fällt auf unbestimmte Zeit aus

Das Verletzungspech trifft vor allem die Kölner Defensive. Stenevik, die vom FC Everton gekommen war, musste am Syndesmoseband operiert werden. Wie lange die Reha dauert, ist noch offen. Bei Heidarsdottir liegt ebenfalls eine Bänderverletzung vor, die nicht kurzfristig auszukurieren ist. Am unklarsten ist der Fall bei Toptransfer Hendrich: Bei ihr ist eine alte Verletzung wieder aufgebrochen, weshalb völlig offen ist, wann der FC auf den namhaftesten Neuzugang wird zurückgreifen können.

Laut Carlson sind die drei Verletzungen allesamt die Folgen von Zweikämpfen, entweder beim Saisonstart in Frankfurt oder während der Trainingswoche. Bislang war die laufende Saison für die Kölnerinnen von größeren Ausfällen verschont geblieben, die Vorbereitung verlief reibungslos. Umso bitterer, dass nach Spieltag zwei gleich drei Leistungsträgerinnen und Neuzugänge langfristig fehlen. „Sowas kennen wir nicht, das ist relativ neu für uns“, sagte die FC-Trainerin nach der Partie gegen Hoffenheim.

Kaderbreite zahlt sich gegen Hoffenheim aus

Bereits gegen Hoffenheim reagierte Carlson auf die Ausfälle mit einer umgebauten Startelf: Für Nachtigall begann Taylor Ziemer, für Heidarsdottir rückte Vanessa Leimenstoll auf die linke Schiene und die Position von Hendrich übernahm Celina Degen in der Abwehr. Trotz der Personalnot zeigte sich die Trainerin nach dem Heimsieg sichtlich zuversichtlich: „Ich finde, wir haben einen sehr, sehr guten Kader“, sagte Carlson und ergänzte, der Kader sei „groß genug“, um solche Ausfälle aufzufangen.

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