Die Null am falschen Ende, doch El Mala widerspricht: „Absoluter Quatsch!“

Said El Mala war in Frankfurt glücklos. (Foto: IMAGO / Revierfoto)
Said El Mala war in Frankfurt glücklos. (Foto: IMAGO / Revierfoto)

Wieder ein Gegentor – aber diesmal kein eigenes. Der 1. FC Köln hat beim 0:1 in Frankfurt erstmals seit Februar nicht getroffen. Said El Mala widersprach im Anschluss der These, dass die Mannschaft zu sehr von ihm abhängig sei.

Der 1. FC Köln wollte in Frankfurt erstmals unter Chefcoach René Wagner zu null spielen. Das Vorhaben gelang – am falschen Ende des Spielfelds. Die 0:1-Niederlage am Freitagabend war die erste Partie seit Wagners Beförderung, in der die Geißböcke selbst nicht trafen.

In den vorherigen 13 Pflichtspielen unter seiner Verantwortung hatte der FC im Schnitt 1,6 Tore erzielt. Letztmals ohne eigenen Treffer geblieben waren die Kölner im Februar beim 0:2 in Augsburg. Und auch gegen die Eintracht wäre im ordentlichen ersten Durchgang mindestens ein Tor drin gewesen. Marius Bülter scheiterte zweimal an Noah Atubolu, Said El Mala verzog nach einem Sprint über das halbe Feld.

El Mala: „Ich spiele nicht alleine“

„Ich muss vielleicht ein bisschen ruhiger bleiben. Aber wenn ich aus der eigenen Hälfte loslaufe, ist es nicht so leicht“, sagte der Neu-Nationalspieler, der in der Vorwoche beim 2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach der umjubelte Held gewesen war.

Bei Sky-Reporter Florian Plettenberg kam im Interview mit El Mala die Frage auf: Ist der FC zu abhängig von den Toren des 20-Jährigen? Dessen Antwort fiel klipp und klar aus. „Nein, überhaupt nicht, das würde ich nicht sagen. Wir sind eine Mannschaft, ich spiele nicht alleine gegen elf Spieler. Ohne die Mannschaft wäre der Erfolg, den ich bisher hatte, nicht möglich gewesen“, betonte El Mala und schob nach: „Deswegen finde ich es absoluten Quatsch, so etwas zu sagen.“

Sportchef Thomas Kessler sah es ähnlich. Zwei der zehn Treffer, die der FC in der Bundesliga und im DFB-Pokal bislang erzielt hat, gingen auf El Malas Konto. Die Top-Scorer heißen bisher Isak Johannesson (drei Tore, eine Vorlage) und Linton Maina (ein Tor, drei Vorlagen).

El Mala: „Ein paar Blessuren“, aber kein Grund zur Sorge

Aber fraglos ist El Mala ein riesiger Faktor im FC-Spiel. Ein Faktor, auf den die Kölner auch am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen Schalke wieder setzen können. Zwar bekam der Offensivstar in Frankfurt einiges auf die Knochen und musste in der Schlussphase ausgewechselt werden, Grund zur Sorge besteht jedoch nicht.

„Ich war nicht verletzt, aber irgendwann geht die Power zu Ende“, berichtete El Mala nach Abpfiff. „Ich habe ein paar Blessuren am Fuß abbekommen. Das ist normal, wenn man so fightet, die gehen in den nächsten Tagen weg.“ Gegen Königsblau will er helfen, die Null in der Kölner Offensive zu verhindern.

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