Besonderer DFB-Moment: Wirtz spricht zu El Mala – das ist sein Auftrag

Said El Mala und Florian Wirtz gemeinsam beim DFB-Team. (Foto: IMAGO / Nordphoto)
Said El Mala und Florian Wirtz gemeinsam beim DFB-Team. (Foto: IMAGO / Nordphoto)

Ausgerechnet Florian Wirtz hat Said El Mala für das erste A-Länderspiel geehrt. Das Ex-Talent des 1. FC Köln gab dem jetzigen Profi der Geißböcke ein paar Worte mit auf den Weg, die El Mala unbedingt befolgen muss.

Viele Anhänger des 1. FC Köln dürften mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft geschaut haben. Said El Mala feierte sein Debüt im A-Team des DFB – an der Seite von Jonas Urbig und Florian Wirtz, die am Geißbockheim ausgebildet wurden, aber in der Ferne für Furore sorgen. Gleiches gilt für Yann Aurel Bisseck, der zum ersten von zwei Klopp-Kadern gehörte.

Dass der FC seine Juwele Wirtz, Urbig und Bisseck viel zu früh und für viel zu wenig Gegenwert abgab, ist gewiss eines der meistdiskutierten Themen der vergangenen Jahre. El Malas Premiere hingegen ist etwas Neues. Seit Jonas Hectors letztem Länderspiel am 19. November 2019 hatten die Kölner keinen deutschen A-Nationalspieler in ihren Reihen.

DFB-Medaille für El Mala

Für sein Debüt geehrt wurde El Mala ausgerechnet durch Wirtz. Am vergangenen Freitag, am Tag nach dem 2:0-Sieg gegen Serbien in München, ergriff der Liverpool-Star beim Mannschaftsessen das Wort, um El Mala die traditionelle DFB-Medaille für das erste Länderspiel zu überreichen.

Du bist gerade noch am Anfang, kannst aber schon stolz darauf sein, was du erreicht hast.

Florian Wirtz zu El Mala

„Herzlichen Glückwunsch zum ersten Länderspiel“, sagte Wirtz in seiner kleinen Rede, die in einer DFB-Doku auf YouTube zu sehen ist, und erklärte: „Ich glaube, du hast es dir sehr verdient. Du bist gerade noch am Anfang, kannst aber schon stolz darauf sein, was du erreicht hast. Arbeite weiterhin hart und du wirst deinen Weg gehen.“

Bei den weiteren Medaillenübergaben zeigte sich, dass die Debütanten möglichst durch Spieler gewürdigt wurden, mit denen sie eine persönliche Verbindung haben. Beispielsweise ehrte Aleksandar Pavlović seinen Bayern-Teamkollegen Jonas Urbig und Maximilian Mittelstädt seinen ehemaligen Hertha-Mitspieler Derry Scherhant.

Florian Wirtz spricht zu Said El Mala. (Foto: DFB)
Florian Wirtz spricht zu Said El Mala. (Foto: DFB)

Wirtz und El Mala verbindet der FC. Der eine ist ein verlorenes Juwel, der andere ein hinzugewonnenes. Und natürlich tut der Kölner Offensivstar gut daran, den Auftrag des drei Jahre älteren Wirtz zu befolgen: „Arbeite weiterhin hart.“

Viel Konkurrenz für El Mala

Eine Erkenntnis der ersten Klopp-Spiele lautet: El Mala muss an seine fabelhafte Debütsaison anknüpfen und sich weiter steigern, wenn er beim DFB-Team zu den Dauergästen zählen will. Freiburgs Linksaußen Scherhant stand zweimal in der Startelf und gehörte zu den Gewinnern der insgesamt 44 eingeladenen Spieler.

Hinzu kommen Karim Adeyemi und Kevin Schade, die in Barcelona und Brentford zum Saisonstart stark aufgespielt haben. Auch die Bayern-Stars Serge Gnabry und Lennart Karl bewerben sich um eine Außenposition, zudem scheint Klopp ein Fan des Hoffenheimers Bambasé Conté zu sein. Das Debüt ist geschafft, doch weitere Einladungen sind keine Selbstverständlichkeit – El Mala muss auf Wirtz hören.

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