Es geht Schlag auf Schlag: Nach dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach tritt der 1. FC Köln am Freitagabend bei Eintracht Frankfurt an. Coach René Wagner über Sorgenkind Ellyes Skhiri – und wer in dessen Rolle schlüpfen soll.
Der Derbysieg gab dem 1. FC Köln einen Schub für die schwierige Auswärtsaufgabe bei Eintracht Frankfurt, doch die personellen Sorgen werden nicht kleiner. Die Sprunggelenksverletzung bei Führungsspieler Ellyes Skhiri bereitet Trainer René Wagner Kopfschmerzen.
„Sein Ausfall ist ein brutaler Schlag. Wir hoffen, dass er Anfang des Jahres wieder zurück ist. Man muss da geduldig bleiben, wie sich der Reha-Prozess gestaltet“, sagt der FC-Coach. Das klingt nicht danach, als sei schon nach der Weihnachtspause mit Skhiri zu rechnen, eine Rückkehr noch in der Hinrunde, die am Wochenende des 16. Januar 2027 mit dem Spiel in Paderborn endet, ist damit fraglich.
Seine Rolle als Taktgeber und Führungsfigur ist nun vakant. Allerdings: Eine bessere Bewerbung als sein Auftritt nach der Einwechslung im Derby hätte Tom Krauß nicht abliefern können. „Tom hat es gut gemacht, als er in der Halbzeit kam. Er hat viel Energie gebracht“, sagt Wagner.
Wagner: „Skhiri war unser Taktgeber“
Er wird es auch sein, der in schwierigen Situationen Führung übernehmen soll. „Wir können nicht 95 Minuten dominieren. Es wird Phasen geben, die wir aushalten müssen. Da müssen wir weiter mutig nach vorne verteidigen. Das gelingt mal besser mal schlechter“, sagt Wagner, dessen Einfluss in diesen Momenten begrenzt ist. „Das muss auf dem Platz passieren. Dafür war Ellyes eigentlich unser Taktgeber, jetzt müssen das andere übernehmen.“
Vor allem aber Krauß und Nebenmann Isak Johannesson, der den FC in Führung gebracht hatte. Dahinter wird es dann allerdings dünn mit Alternativen, lediglich Paul Okon-Engstler steht noch als Sechster zur Verfügung. Der australische WM-Fahrer zeigt aber im Training ansteigender Form und wäre die erste Ersatz-Option. „Er hatte eine kleine Delle, aber das gab es im letzten Jahr beispielsweise bei Isak Johannesson ähnlich. Aber auch wenn ihn nicht alle auf dem Schirm haben, zeigten er uns im Training, dass er fussballerisch in Momenten helfen kann. Im Trainingsbetrieb müssen wir mit Spielern aus der U21 nachfüllen, heute war Gil Neves dabei.“
Castro-Montes wieder ein Kandidat für den Kader
Immerhin meldete sich ein Leistungsträger zurück: Alessio Castro-Montes ist wieder „vollwertiges Mitglied unseres Kaders“, verschärft auf der rechten Seite den Konkurrenzkampf. Auf der linken Seite hat sich ebenfalls ein Duell entwickelt: „Es ist ein sehr enges Rennen zwischen Borna Sosa und Gideon Mensah, wir haben uns im Derby für Borna entschieden. Er hat vielleicht nach seiner Leistung ein paar Millimeter die Nase vorn, aber sie geben Gas im Training und machen es mir schwer, eine Entscheidung zu treffen“, sagt Wagner.
Neben Skhiri, Timo Hübers, Thijs Dallinga und Ragnar Ache wird auch Rav van den Berg vorers nicht zur Verfügung stehen. Der Niederländer, ohnehin seit langem außen vor, ist der nächste Ausfall mit einer Muskelverletzung. „Wir schauen bei jeder Muskelverletzung, ob wir die Gründe finden. Manchmal kann man es nicht steuern und es ist auch Pech. Wir haben Ravs Verletzung intern aufgearbeitet und da sollte es auch bleiben.“








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