Befreiungsschlag im Derby? FC-Frauen brauchen das Wunder

Anna Gerhardt und die FC-Frauen kämpfen im Derby in Leverkusen um rettende Punkte (Foto: Eichinger)
Anna Gerhardt und die FC-Frauen kämpfen im Derby in Leverkusen um rettende Punkte (Foto: Eichinger)

Mit dem rheinischen Duell bei Bayer 04 Leverkusen steht für den 1. FC Köln am Montagabend eine weitere Hürde im Abstiegskampf der Google Pixel Frauen-Bundesliga an. Nach der Niederlage gegen Carl Zeiss Jena sind die Geißböcke auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. 

Für die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln steht am morgigen Abend mehr als nur ein Derby an. Es geht ums Überleben. Während Bayer 04 oben angreifen will, kämpft der FC mit dem Rücken zur Wand um den Klassenerhalt. Die Ausgangslage ist klar, der Druck enorm. Die Geißböcke brauchen etwas Zählbares, um im Saisonendspurt den Abstand zum Tabellenletzten auszubauen und einen Abstieg zu verhindern.

Die Länderspielpause bot knapp zwei Wochen Zeit zur Aufarbeitung der 0:1-Niederlage gegen Jena. Zeit, die das Team intensiv genutzt hat, wie Anna Gerhardt berichtet: „In einer kleineren Gruppe kann man nochmal individueller arbeiten. Wir haben sehr intensiv trainiert und auch an der Offensive gearbeitet. Wir haben die Tage gut genutzt.“

Offensive bleibt das große Sorgenkind

Tatsächlich ist das Toreschießen derzeit die größte Baustelle beim FC. Unter Trainerin Britta Carlson gelang in sechs Spielen nur ein einziger Treffer. Bei einem Saisonschnitt von 0,6 Toren pro Partie und gleichzeitig 2,5 Gegentoren ist die Bilanz alarmierend. Sieben Punkte stehen bisher auf dem Konto.

Ein Erfolg in Leverkusen wäre ein großer Schritt in Richtung rettendes Ufer. Der Rückstand auf Jena ist knapp, denn die beiden Teams sind punktegleich, nur die Tordifferenz spricht für die Thüringerinnen. Turbine Potsdam liegt sechs Punkte hinter Köln, doch darauf will sich niemand verlassen. Die Richtung ist klar: „Es sind noch vier Spiele, um das Maximum rauszuholen und wir geben Vollgas“, so Gerhardt.

Leverkusen klar favorisiert

Leverkusen geht dabei freilich als Favorit ins Derby. Die Bayer-Frauen stehen mit 36 Punkten auf Rang vier, das Hinspiel entschieden sie mit 2:1 für sich. Durchschnittlich 1,8 Tore erzielen die Leverkusenerinnen pro Partie – deutlich mehr als der FC. Allerdings: Zuletzt setzte es eine 0:2-Niederlage gegen die Bayern und genau dort könnten die Spielerinnen von Britta Carlson ansetzen.

Gerhardt sagt: „Derbys sind immer besonders. Es sind immer enge und hitzige Spiele. Ich freue mich sehr auf Montag.“ Mit Blick auf die jüngste 0:1-Pleite gegen Jena, bei der sie gesperrt gefehlt hatte, ergänzte sie: „Es tut immer weh, von außen zuschauen zu müssen und dann so ein Spiel zu sehen, ist umso bitterer. Ich glaube, wir müssen das schnell abhaken. Jetzt ist unser voller Fokus auf Montag und da wollen wir ein anderes Gesicht zeigen.“

Fokus auf Leidenschaft und Derby-Mentalität

Ein Derby schreibt oft seine eigenen Geschichten – das weiß auch der FC. Trotz klarer Rollenverteilung ist der Glaube an die Überraschung da. Entscheidend wird sein, endlich in der Offensive Lösungen zu finden und hinten stabil zu bleiben. Der Startschuss für den Schlussspurt im Abstiegskampf fällt am Montagabend in Leverkusen. Und wenn der FC etwas braucht, dann ist es ein Derby, das alles verändert.

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