Kehrt ein verlorener Sohn ans Geißbockheim zurück? Der 1. FC Köln soll sich um eine Verpflichtung von Salih Özcan bemühen. Das sagt Sportdirektor Thomas Kessler über den Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund.
15 Jahre lang war der 1. FC Köln Salih Özcans sportliches Zuhause, 128-mal lief der Ehrenfelder für die FC-Profis auf. Unter Steffen Baumgart spielte Özcan in der Saison 2021/22 derart stark, dass er die Wahl zwischen der türkischen und der deutschen Nationalmannschaft hatte – und schließlich in den Fokus von Borussia Dortmund rückte. Der BVB ließ es sich nicht nehmen, den Sechser für festgeschriebene fünf Millionen Euro aus seinem Vertrag zu kaufen.
Folgt drei Jahre später die Rückkehr ans Geißbockheim? Laut Sky soll der FC um eine Verpflichtung Özcans kämpfen. Konkrete Gespräche bezüglich eines Wechsels habe es zwar noch nicht gegeben, doch Thomas Kessler befinde sich in einem regelmäßigen Austausch mit seinem früheren Teamkollegen.
Das sagt Thomas Kessler
Am Rande der Saisonabschlussfeier am Montagabend wollte Kessler eigentlich „nicht über vereinzelte Personalien sprechen“, verlor aber doch ein paar Worte über Özcan: „Ich habe lange mit ihm zusammengespielt, habe ihn auch in meiner Rolle als Funktionär erlebt. Er ist ein sehr, sehr interessanter Spieler, ein guter Junge.“ Was durchaus nach einem konkreten Interesse an Özcan klang, wollte Kessler allerdings „in keinster Weise“ als „Bewerbung des 1. FC Köln an Salih Özcan“ verstanden wissen.
Der Sportdirektor kündigte generell an: „Wir haben viel Arbeit im Sommer, das wissen wir. Wir werden ganz in Ruhe Entscheidungen treffen und schauen, wie wir den Kader für die nächste Saison wettbewerbsfähig bekommen.“ Ob Özcan dabei eine Rolle spielt, wird sich zeigen.
„Keine Bewerbung des 1. FC Köln“
Hürden für den Transfer-Kracher gibt es definitiv. Zwar gilt der 27-Jährige nach 84 Einsätzen für den BVB als Kandidat für einen Abgang, war in der vergangenen Saison bereits zwischenzeitlich an den VfL Wolfsburg ausgeliehen – doch sein Gehalt, dem Vernehmen nach bis zu fünf Millionen Euro, wäre für den FC nicht zu stemmen.
Für die Rückkehr in seine Heimat müsste Özcan (Vertrag bis 2026) also auf Geld verzichten, er würde allerdings gewiss mit einer Anführerrolle belohnt werden. Ein spielstarker Sechser steht auf dem Wunschzettel des FC weit oben, der Özcan aus der Baumgart-Saison könnte diesen Job übernehmen. Obendrein wäre der gebürtige Kölner, gerade nach dem Abschied von Mark Uth, eine dringend benötige Identifikationsfigur. Es gibt also definitiv Punkte, die für eine Rückholaktion sprechen würden.








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