Noch kein neuer Kapitän bei der U21: Wer folgt auf Marco Höger?

Im Testspiel gegen Eintracht Trier trug Luca Dürholtz in der ersten Halbzeit die Kapitänsbinde (Foto: GEISSBLOG)
Im Testspiel gegen Eintracht Trier trug Luca Dürholtz in der ersten Halbzeit die Kapitänsbinde (Foto: GEISSBLOG)

Die U21 des 1. FC Köln hat noch keinen neuen Kapitän ernannt. Wer das Amt zukünftig übernehmen wird, schaut sich der ehemalige Kapitän, Marco Höger, selbst ganz genau an. 

Nach dem Karriereende von Marco Höger steht die U21 des 1. FC Köln vor einer offenen Führungsfrage. Der langjährige Kapitän hat seine Profikarriere nach der vergangenen Saison beendet und ist inzwischen als Kaderplaner für die Nachwuchsmannschaft tätig. Neben der Aufgabe, eine neu zusammengestellte Mannschaft zu formen, gilt es für Trainer Evangelos Sbonias auch, eine neue Hierarchie zu etablieren. Denn bislang ist weder ein Kapitän noch ein Stellvertreter benannt.

Im Testspiel gegen Eintracht Trier wurden zwei potenzielle Nachfolger getestet und Marco Höger schaute dabei von der Seitenlinie ganz genau zu: In der ersten Halbzeit trug Luca Dürholtz die Kapitänsbinde, im zweiten Durchgang übernahm Marvin Ajani. Dass gerade diese beiden Spieler in den Vordergrund rücken, ist nachvollziehbar. Gemeinsam mit Torwart Tobias Trautner zählen sie zu den ältesten und erfahrensten Akteuren im Kader. Dürholtz und Ajani sind beide 31 Jahre alt. Sie verfügen über reichlich Erfahrung in der Regionalliga und spielten darüber hinaus auch in der zweiten und dritten Liga. Allerdings sind beide erst seit diesem Sommer Teil U21 – auch das spielt bei der Entscheidungsfindung eine Rolle.

Erfahrung trifft auf einen jungen Kader

Die Mannschaft ist als ältestes Nachwuchsteam der Geißböcke im Liga-Vergleich von Natur aus sehr jung aufgestellt. Nach dem Trio Trautner, Dürholtz und Ajani sind Bernie Lennemann (22) sowie Joao Pinto und Jonas Saliger (beide 21) die ältesten Spieler im Aufgebot. In der vergangenen Saison war Marco Höger Kapitän, Georg Strauch – damals 23 Jahre alt – fungierte als sein Stellvertreter. Einen Spieler dieses Alters gibt es aktuell jedoch nicht mehr im Kader.

Trainer Sbonias steht daher vor der Frage, ob er erneut auf eine Kombination aus Erfahrung und jugendlicher Perspektive setzt oder ob die beiden Routiniers die Führungsrolle übernehmen. Klar ist: Dürholtz und Ajani bringen die nötige Reife mit, auch wenn sie als Neuzugänge zunächst selbst noch ihren Platz im Team finden müssen.

Sbonias lässt sich Zeit

Die Entscheidung hat noch Zeit. „Wir müssen uns das noch ein bisschen anschauen. Die Mannschaft ist neu, deshalb haben wir im Trainingslager darüber noch nicht gesprochen“, erklärte Sbonias nach dem Test gegen Trier. „Vielleicht müssen nochmal ein oder zwei Wochen vergehen, damit die Mannschaft nochmal besser zusammenwächst und dann werden wir eine Entscheidung treffen.“

Die Kapitänsfrage bleibt also vorerst offen. Beobachtet werden die Kandidaten dennoch genau – nicht zuletzt von Marco Höger selbst, der nun abseits des Rasens einen Blick auf seine potenziellen Nachfolger wirft.

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