Der 1. FC Köln hat das erste Testspiel des Sommers standesgemäß gewonnen. Beim Debüt von Trainer Lukas Kwasniok gelang zwar längst nicht alles, doch der Bundesligist siegte locker mit 7:1 (3:1) beim SV Bergisch Gladbach.
Aus Bergisch-Gladbach berichtet Martin Zenge
So stellt man sich den Auftakt in die Vorbereitung als neuer Trainer doch vor: Die Sonne schien über der mit 5.000 Fans ausverkauften Belkaw-Arena und Lukas Kwasnioks Mannschaft gab sich bei Mittelrheinligist Bergisch Gladbach letztlich keine Blöße. Der 1. FC Köln ist zum Abschluss der ersten Vorbereitungswoche erfolgreich in die Testspiel-Serie gestartet – wobei Kwasniok neben der Partie auch die Erkenntnis gewann, dass noch einiges zu tun ist.
Tore
14. Minute: Nachdem zu Beginn noch reichlich Sand im Getriebe war, ging das erste Tor in der Ära Kwasniok auf das Konto von Linton Maina. Florian Kainz pflückte den Ball auf der linken Außenbahn herunter und flankte an den Fünfer, wo Maina per Direktabnahme zum 1:0 ins kurze Eck traf.
16. Minute: Nur zwei Minuten später erhöhte der Top-Vorbereiter der vergangenen Saison den Spielstand auf 2:0. Kainz spielte Maina links im Strafraum an, der Doppelpacker schlug noch einen Haken und schoss mit rechts ins lange Eck ein. Der Innenpfosten half mit.
18. Minute: Als Stürmer hatte er im Aufstiegsjahr nicht getroffen, doch als linker Schienenspieler durfte Steffen Tigges in Bergisch Gladbach jubeln. Tigges zog einfach mal aus 25 Metern ab, der Ball setzte auf und landete zum 3:0 im Netz. Ganz unhaltbar sah der Schuss zugegebenermaßen nicht aus.
21. Minute: Auf der Gegenseite patzte Marvin Schwäbe. Nach einem schlimmen Fehlpass von Jacob Christensen durfte Bergisch Gladbachs Kapitän Claudio Heider aus gut 20 Metern abschließen. Der Ball kam mittig aufs Tor, Schwäbe war dran – parierte aber aus irgendeinem Grund nicht. Für den mutigen Oberligisten, der den Bundesligisten mehrfach in Bedrängnis brachte, war dieses 3:1 durchaus verdient. Der FC ließ in dieser Phase zu viel zu, war vor allem über die rechte Seite von Neo Telle und Jacob Christensen anfällig.

46. Minute: Nach einem äußerst überschaubaren Endspurt in Halbzeit eins wechselte Kwasniok zur Pause wie erwartet komplett durch. Unter anderem kam Ragnar Ache – und brauchte nur eine halbe Minute, um das Ergebnis auf 4:1 zu stellen. Nach einem langen Ball von Joel Schmied setzte sich der Torjäger im Strafraum clever durch, tänzelte noch ein wenig und schoss einskalt ins lange Eck ein.
58. Minute: Das 5:1 legte Ache nach einer Flanke von Jakub Kaminski artistisch per Hacke auf. Youngster Etienne Borie profitierte von der Vorarbeit, sein Schuss von der Strafraumgrenze kullerte quasi ins Netz – die Sicht des Torhüters war verdeckt.
60. Minute: Und auch für das 6:1 sorgte ein Eigengewächs. Fayssal Harchaoui spielte vor dem Sechzehner einen Doppelpass mit Borie und verwandelte flach ins rechte Eck.
85. Minute: In der Schlussphase zog der FC noch mal das Tempo an. Luca Waldschmidt schickte Kaminski in den Strafraum. Über Jusuf Gazibegovic landete der Ball wieder bei Waldschmidt, der aus zwölf Metern das 7:1 markierte.
Personal
Erste Halbzeit: Schwäbe – Telle, Hübers, Heintz – Christensen, Johannesson, Huseinbasic, Tigges – Maina, Kainz – Rondic (30. Niang).
Zweite Halbzeit: Zieler – Gazibegovic, Schmied, Pauli, Pacarada – Krauß, Harchaoui – Waldschmidt, Borie, Kaminski – Ache (75. M. El Mala)
Zur Aufstellung: Den ersten personellen Fingerzeig gab es bereits vor Anpfiff. Neben Emin Kujovic, für den der FC aktuell einen Leihverein sucht, fehlte von den fitten Spielern einzig Sargis Adamyan in Kwasnioks Kader. Und zwar aus sportlichen Gründen, wie zu hören war. Deutlicher kann man eine Wechselempfehlung nicht aussprechen.
Im Spiel setzte Kwasniok zunächst auf das aus Paderborn bekannte 3-4-3-System und experimentierte auf den beiden Schienen, wo Stürmer Steffen Tigges (links) und Sechser Jacob Christensen (rechts) aufliefen. Nach der Pause formierte sich der FC dann in einem 4-2-3-1, wobei sich Tom Krauß immer wieder von der Sechs zurückfallen ließ.
Fazit
Der Anfang ist gemacht – nicht mehr und nicht weniger. Zum Abschluss der ersten Trainingswoche diente das Testspiel beim Fünftligisten als eine Bestandsaufnahme. Vor allem in der ersten Halbzeit wollte dem FC noch nicht allzu viel gelingen. Die drei Treffer fielen innerhalb von fünf Minuten, ansonsten war reichlich Stückwert und erstaunlich viel Gefahr vor dem eigenen Tor zu sehen. Nach der Pause ließen die Kölner deutlich weniger zu, spielten dominanter und legten noch vier Tore nach. Nun dürfen sich die FC-Profis auf einen freien Sonntag freuen, bevor die Bundesliga-Vorbereitung am Montag in die zweite Runde geht.








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