Zwei einstige Erfolgstrainer des 1. FC Köln trafen am Wochenende erstmals als Gegner aufeinander: Peter Stöger hat seinen früheren Assistenten Manfred Schmid mit 1:0 besiegt.
Beim 1. FC Köln standen sie von 2013 bis 2017 insgesamt 168-mal gemeinsam an der Seitenlinie, feierten mit den Geißböcken den ersten Europapokal-Einzug seit einem Vierteljahrhundert. Chefcoach Peter Stöger und Co-Trainer Manfred Schmid prägten beim FC erfolgreiche Jahre, bevor für sie in der Abstiegssaison 2017/18 Schluss war. Nun standen sich die beiden Österreicher erstmals überhaupt als Trainer-Kontrahenten gegenüber.
Schmid betreut seit September 2024 den TSV Hartberg, Stöger kehrte zu Beginn der Saison bei Rapid Wien auf die Trainerbank zurück – und besiegte am Sonntagabend seinen früheren Assistenten. Der noch ungeschlagene Tabellenführer der österreichischen Bundesliga gewann durch einen späten Treffer von Ercan Kara mit 1:0 beim Tabellenachten Hartberg. In Stögers Startelf stand mit Jannes Horn ein Ex-Kölner, Louis Schaub saß auf der Bank.
Schmid dankt Stöger
„Es ist etwas Besonderes, dass wir nebeneinander an der Linie stehen und nicht hintereinander“, sagte Schmid noch vor Anpfiff bei Sky und erinnerte: „Wir hatten eine richtig tolle Zeit, sehr erfolgreich. Peter ist jemand, der mir immer zugehört hat. Er hat mir den Raum gegeben, dass ich mich als Trainer entwickeln kann. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.“
Vor ihren gemeinsamen Jahren in Köln hatten Schmid und Stöger bereits beim FC Magna und Austria Wien zusammengearbeitet, anschließend noch bei Borussia Dortmund. Dann trennten sich die Wege. Während Schmid bis 2021 in verschiedenen Funktionen wieder für den FC arbeitete und später bei Austria Wien und dem Wolfsberger AC seine ersten Posten als Chefcoach hatte, war Stöger noch vor Schmids Engagement Sportvorstand und erneut Trainer von Austria Wien, anschließend Coach von Ferencvaros Budapest sowie Sportdirektor von Admira Wacker Mödling.
Stöger: „Wir hatten kein Streitduell“
Das Wiedersehen an der Seitenlinie mit seinem ehemaligen Assistenten empfand Stöger als „sehr, sehr angenehm“, merkte schmunzelnd an: „Wir hatten kein Streitduell.“ Auch Schmid sagte trotz der Niederlage: „Es war schön, neben ihm zu stehen, und sehr respektvoll.“ Im Februar wartet mit dem Rückspiel in Wien das zweite Aufeinandertreffen der beiden Ex-FC-Trainer.








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