Die Frauen des 1. FC Köln empfangen in der Bundesliga den Aufsteiger 1. FC Nürnberg und wollen die jüngste Schlappe beim FC Bayern München vergessen machen. Eine Kölner Angreiferin könnte derweil ihre Startelf-Premiere feiern.
Mit Wut im Bauch geht’s gegen den Aufsteiger: Am Freitagabend (18.30 Uhr) empfangen die Frauen des 1. FC Köln im heimischen Franz-Kremer-Stadion den 1. FC Nürnberg – und wollen Wiedergutmachung für die klare Schlappe beim Spitzenreiter München nehmen.
Mit einer 1:5-Packung hatten Trainerin Britta Carlson und ihr Team am vorletzten Sonntag nach dem Spiel beim FC Bayern die Heimreise antreten müssen. Es war der erste Dämpfer nach zuvor drei ungeschlagenen Bundesliga-Partien am Stück (zwei Siege, ein Remis).
FC will Wiedergutmachung gegen Nürnberg
Nun soll die deftige Pleite von München vergessen gemacht werden. Setzt Köln-Trainerin Carlson für die „Mission Wiedergutmachung“ dabei auf eine andere Startelf als zuletzt in München? Keinesfalls ausgeschlossen!
Eine Veränderung könnte es in der Offensive geben. Denn dort brennt Sommer-Zugang Pauline Bremer auf ihre Startelf-Premiere! Die Angreiferin, die in der Bundesliga schon für Turbine Potsdam und den VfL Wolfsburg spielte, war vor Saisonbeginn aus der englischen Premier League von Brighton & Hove Albion ins Rheinland gewechselt.
Anhaltende muskuläre Probleme hatten die Stürmerin zu Saisonbeginn allerdings außer Gefecht gesetzt. Zuletzt kam die 21-fache deutsche Nationalspielerin (vier Tore) dreimal in Folge als Joker zum Einsatz.
Pauline Bremer: „Fans immer an unserer Seite“
Nur zu gerne würde Bremer nun vor heimischer Kulisse erstmals von Beginn an auflaufen. „Die Atmosphäre zu Hause ist richtig, richtig cool – und es ist eine tolle Stimmung bei den Spielen. Die Fans waren immer an unserer Seite, egal wie der Spielstand war“, sagt sie. Bremer könnte anstelle von Anna-Lena Stolze an der Seite von Torjägerin Sandra Maria Jessen auflaufen.
Die 29-Jährige ist jedenfalls endlich wieder voll belastbar. Und das freut natürlich nicht nur FC-Trainerin Carlson. „Es ist total schön, wieder dabei und bei der Mannschaft zu sein. Natürlich braucht man immer einen Moment nach einer Verletzungspause, aber ich fühle mich schon sehr wohl auf dem Platz“, so Bremer.
Am Freitagabend erwartet die Stürmerin einen unangenehmen Gegner. Kein Wunder: Liga-Neuling Nürnberg ist solide in die Saison gestartet: Neun Punkte sammelte der „Club“ um den niederländischen Trainer Thomas Oostendorp bislang in sieben Partien ein, steht auf Tabellenrang neun.
„Müssen volle Leistung abrufen“
„Es wird auf jeden Fall ein schwieriges Spiel. Nürnberg hat in den letzten Spielen gezeigt, dass sie gefährlich sind“, warnt Bremer und fordert von ihren Teamkolleginnen absoluten Fokus: „Wir müssen unsere volle Leistung abrufen, aber es ist auf jeden Fall was drin und unser Ziel, die drei Punkte hierzubehalten.“
Womöglich ein gutes Omen: In der Sommer-Vorbereitung hatten die FC-Frauen gegen die Nürnbergerinnen einen klaren 3:0-Testspielerfolg gefeiert. Für Köln-Stürmerin Bremer spielt das allerdings überhaupt keine Rolle. „Punktspiele sind immer etwas anderes, das ist nicht vergleichbar. Wir müssen zu hundert Prozent da sein.“ Einen Extra-Anreiz gibt es allerdings noch: Im Falle eines Heimsieges würde der FC den Club in der Tabelle definitiv überholen.





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