Der FC beweist: Kein Gegner ist zu groß, kein Gegner zu gut

Die Geißböcke vor dem Anpfiff gegen den FC Bayern. (Foto: Bucco)
Die Geißböcke vor dem Anpfiff gegen den FC Bayern. (Foto: Bucco)

Für den 1. FC Köln endet der Weg im DFB-Pokal bereits in Runde zwei. Doch das Spiel gegen den FC Bayern München zeigt erneut, wie weit die Mannschaft von Lukas Kwasniok schon ist.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Die Optimisten unter den Fans des 1. FC Köln hatten gehofft, dass es was werden könnte mit zwei Überraschungen gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern München. Immerhin ist in einem Spiel immer mal was drin für den Underdog. Und tatsächlich konnten sich die positiv denkenden Anhänger zwischenzeitlich bestätigt sehen in ihrer Hoffnung.

Der FC hat gegen die beiden besten Teams Deutschlands starke Leistungen gezeigt. Jeweils eine Halbzeit lang waren die Geißböcke phasenweise sogar die bessere Mannschaft, auch gegen die Bayern. Das gab selbst Vincent Kompany zu. Die Kölner Elf war von Lukas Kwasniok perfekt eingestellt worden, hatte einen klaren Plan und konnte ihn umsetzen, bis jeweils die Übermacht und individuelle Qualität des Gegners zu groß wurde.

Kwasniok formuliert neuen Anspruch

Das zeigt, wie weit der FC unter Kwasniok bereits ist. Die Geißböcke können sich selbst gegen den BVB und den FCB hochkarätige Torchancen erspielen, können das Spiel vom eigenen Tor fern halten und den Gegner durch eine intensive, zweikampfstarke und schnelle Spielweise vor Probleme stellen. Wer die beiden Partien beobachtete, sah Kölner, die keineswegs nur darauf aus waren, kein Gegentor zu kassieren.

Kwasniok ist es früh gelungen, seine Idee von unterhaltsamem und gleichzeitig erfolgreichem Fußball beim FC zu etablieren. Die Spieler folgen seiner Linie und seinem Anspruch, die Rolle des Underdogs mit Mut und Lust anzunehmen. Kein Gegner ist zu groß, kein Gegner zu gut, die weiße Fahne hissen steht ebenso nicht auf dem Programm wie der Anspruch, einfach nur den Bus vor dem eigenen Tor zu parken.

Kompanys Lob als Basis für den FC

Kompany sagte nach der Partie: „Das Größte, was du in Spielen gegen Mannschaften mit mehr Qualität machen kannst, ist, dass die Mannschaft vor dem Spiel voll daran glauben muss, gewinnen zu können. Und das hat die Mannschaft. Das haben die Fans gespürt. Das ist die Basis, und die hat der FC.“ Und mit dieser Basis lässt sich in der Bundesliga nicht nur die Klasse halten. Mit diesem Fundament ist der FC in jedem Spiel ein Gegner auf Augenhöhe, mit dem zu rechnen ist.

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