Nächster Halt Frankfurt: Der 1. FC Köln hat sich am Donnerstagnachmittag frühzeitig vom Geißbockheim verabschiedet, um dem Karnevalstrubel zu entkommen. Mit einem Zwischenstopp auf dem DFB-Campus geht es nach Stuttgart. Das ist Lukas Kwasnioks Kader für Samstag.
Ob es nun eine Flucht darstellt oder eine reine Maßnahme der Professionalität, Fakt ist: Um sich dem Karneval zu entziehen, ist der 1. FC Köln am Donnerstagnachmittag – einen Tag früher als üblich – zum Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart aufgebrochen. „Wenn du hier vor Ort bist, ist der Fokus nicht komplett auf dem, wofür du bezahlt wirst. Die Ablenkungsgefahr ist einfach extrem groß“, hatte Lukas Kwasniok zuvor auf der Pressekonferenz erklärt (der GEISSBLOG berichtete).
Durch die frühe Abreise herrscht auch bereits Klarheit, wer zu Kwasnioks Spieltagskader zählt und wer nicht. Am Vormittag hatte der FC-Trainer noch auf einen Einsatz von Isak Johannesson gehofft, der in den vergangenen Tagen krankheitsbedingt kürzergetreten war. Doch der Isländer stieg nicht mit in den Mannschaftsbus, mit dem der FC-Tross um 15.31 Uhr nach Frankfurt aufbrach. Auf dem DFB-Campus werden die Geißböcke einen Zwischenstopp einlegen und übernachten.
Kainz zurück, Fürst erstmals dabei
Johannessons Platz nimmt Florian Kainz ein. Der Routinier war an den vergangenen drei Spieltagen jeweils nicht nominiert worden. Zudem sorgte Kwasniok für eine faustdicke Überraschung: David Fürst steht vor seinem Kader-Debüt. Der Rechtsverteidiger der U19 hatte den Trainer zuletzt unter anderem mit seinem starken Auftritt beim Youth-League-Kracher gegen Inter Mailand überzeugt und in dieser Woche erstmals mit den Profis trainiert.
Für Fürst muss mit Youssoupha Niang ein anderer Youngster weichen. Für Dominique Heintz kommt ein Comeback derweil noch zu früh. Nach sechs verpassten Bundesliga-Partien aufgrund einer Adduktorenverletzung war der Innenverteidiger erst zum Wochenstart wieder ins Training eingestiegen. „Er hat noch nicht viel gemacht“, so Kwasniok.
Obwohl das Abschlusstraining erst am Freitag auf dem DFB-Campus stattfinden wird, wollte der FC-Coach nicht mehr Profis als nötig mitnehmen. Seine Begründung: „Es macht keinen Sinn, aufgebläht dahin zu fahren. Falls jemand erkranken sollte, kann man nachreisen. Ich finde, der Fokus liegt auf dem Spiel. Es ist richtig und wichtig, mit 18 Feldspielern plus Torhüter zu fahren.“ Das Kölner Lazarett bilden weiterhin Alessio Castro-Montes, Timo Hübers, Luca Kilian, Linton Maina und Jahmai Simpson-Pusey.
Der Kader im Überblick
Tor: Matthias Köbbing, Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler
Abwehr: David Fürst, Sebastian Sebulonsen – Cenk Özkacar, Joel Schmied, Rav van den Berg – Kristoffer Lund
Mittelfeld: Felipe Chavez, Denis Huseinbasic, Florian Kainz, Tom Krauß, Eric Martel – Said El Mala, Jakub Kaminski, Jan Thielmann, Luca Waldschmidt
Sturm: Ragnar Ache, Marius Bülter, Fynn Schenten
Verletzt/Krank/Aufbautraining: Alessio Castro-Montes, Timo Hübers, Isak Johannesson, Luca Kilian, Linton Maina, Jahmai Simpson-Pusey
Nicht berücksichtigt: Dominique Heintz, Youssoupha Niang






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