El Mala: Transfer-Wirbel zur Unzeit – doch der FC weiß von nichts

Immer wieder Gerüchte um Said El Mala. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Immer wieder Gerüchte um Said El Mala. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Hat sich Said El Mala bereits für einen Transfer entschieden und Brighton & Hove Albion seine Zusage gegeben? Beim 1. FC Köln weiß man bislang von nichts.

Der 1. FC Köln steht vor dem wichtigsten Spiel der Saison – und ausgerechnet jetzt, vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach, soll der womöglich wichtigste Spieler der Geißböcke einem anderen Verein sein Ja-Wort gegeben haben. Die Sport Bild berichtete am Dienstagabend, dass Said El Malas Eltern, die seit Kurzem auch als seine Berater fungieren, dem Premier-League-Club Brighton & Hove Albion eine Zusage für einen Wechsel erteilt haben (der GEISSBLOG berichtete).

Brighton wirbt bereits seit dem vergangenen Sommer intensiv um den 19-Jährigen. Die neuen Zahlen: 20 Millionen Euro Gehalt in fünf Jahren für El Mala, 35 Millionen Euro plus Boni und Weiterverkaufsbeteiligung für den FC. Die Engländer waren bei den Geißböcken schon mehrfach abgeblitzt, zuletzt im Januar mit einer Offerte von bis zu 30 Millionen Euro. Und wie zu hören ist, werden auch 35 Millionen Euro nicht ausreichen, um den bis 2030 – ohne Ausstiegsklausel – an den FC gebundenen Shootingstar loszueisen.

El Mala an 37 Prozent der FC-Tore beteiligt

Unabhängig davon, was im Sommer passiert: Aktuell kommt der Transfer-Wirbel zur absoluten Unzeit. Schließlich kämpft der FC am Samstag im Derby gegen Gladbach darum, nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu rutschen, für Trainer Lukas Kwasniok geht es um den Job. Die Hoffnungen ruhen natürlich nicht zuletzt auf Top-Scorer El Mala, der mit neun Toren und vier Vorlagen an 37 Prozent aller Kölner Treffer beteiligt war.

In den vergangenen Tagen waren es noch die Gladbacher Fans gewesen, die mit Unverständnis reagiert hatten, weil der Leipzig-Wechsel von Vize-Kapitän Rocco Reitz ausgerechnet in der Derby-Woche verkündet wurde (der GEISSBLOG berichtete). Dienstagabend schüttelten nun die FC-Anhänger bei der El-Mala-Meldung den Kopf.

Brighton-Zusage? Keine Mitteilung an FC-Verantwortliche

Wobei von einer Transfer-Entscheidung anders als bei Reitz noch längst keine Rede sein kann. Im Gegenteil: Nach GEISSBLOG-Informationen wissen die FC-Verantwortlichen bislang nichts von El Malas angeblicher Zusage an Brighton. Die Verhandlungsposition von Sportchef Thomas Kessler ist durch den langfristigen Vertrag bis 2030 bekanntlich glänzend.

Thomas Kessler am Dienstag mit U21-Trainer Evangelos Sbonias. (Foto: Bucco)
Thomas Kessler am Dienstag mit U21-Trainer Evangelos Sbonias. (Foto: Bucco)

An Kesslers Seite ist mit dem neuen Kaderplaner Tim Steidten nun ein früherer Premier-League-Manager – womöglich ein Vorteil, wenn Brighton tatsächlich Ernst macht. Auf der Spielerseite wiederum sind  Sabrina und Mohammed El Mala die ersten Ansprechpartner. Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass sich die El Malas von ihrem langjährigen Berater getrennt haben.

Brighton setzt im Ringen um das FC-Juwel derweil auf dieselbe Taktik wie die Geißböcke selbst vor zwei Jahren: Bruder Malek, der aktuell für die Kölner U21 in der Regionalliga West spielt und Said bislang bei jeder Station begleitet hat, soll mit auf die Insel wechseln. Damit haben die „Seagulls“ unter all den Bewerbern um El Mala wohl ein Alleinstellungsmerkmal.

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