„Sind nicht Bayern“: Fabel-Serie gerissen, aber Ex-FC-Coach auf Aufstiegskurs

Timo Schultz ist mit dem VfL Osnabrück Tabellenführer in der 3. Liga. (Foto: IMAGO / osnapix)
Timo Schultz ist mit dem VfL Osnabrück Tabellenführer in der 3. Liga. (Foto: IMAGO / osnapix)

Ein Ex-Trainer des 1. FC Köln mischt die 3. Liga auf: Timo Schultz befindet sich mit dem VfL Osnabrück auf dem Weg in die 2. Bundesliga. Auch wenn nun eine beachtliche Serie gerissen ist.

Es war nicht der FC Bayern München, nicht Borussia Dortmund, nicht Zweitliga-Spitzenreiter Schalke 04 und schon gar nicht der 1. FC Köln. Es war der VfL Osnabrück, der von allen deutschen Profi-Clubs im Kalenderjahr 2026 am längsten ungeschlagen blieb.

Am Dienstagabend, beim 0:1 in Duisburg, verlor der Drittliga-Spitzenreiter erstmals seit Dezember ein Spiel. Zuvor hatte Osnabrück zwölf Partien in Folge keine Niederlage kassiert und zehn der Spiele gewonnen. An der Seitenlinie steht bei den Niedersachsen ein Ex-Kölner: Timo Schultz.

Abstieg mit dem 1. FC Köln

Im Januar 2024 hatte der 48-Jährige als Nachfolger von Steffen Baumgart beim FC angeheuert. Sein Auftrag: der Klassenerhalt. Mit 17 Punkten aus 18 Spielen konnte er den Abstieg aus der Bundesliga jedoch nicht verhindern. Zum Saisonende trennten sich die Wege wieder – Gerhard Struber übernahm.

Nach seinem Aus beim FC pausierte Schultz für ein Jahr, bevor er im vergangenen Sommer in Osnabrück unterschrieb. Im Laufe der Saison formte er den VfL, der im Vorjahr als Zweitliga-Absteiger nur Tabellen-14. geworden war, zu einem Spitzenteam der 3. Liga. Ende Februar übernahm Osnabrück Rang eins und gab den Platz an der Sonne seitdem nicht wieder her.

Schultz vor Spitzenspiel

Am Sonntag wartet auf Schultz und seine Mannschaft nun das Top-Spiel gegen Energie Cottbus. Mit einem Sieg gegen den Drittplatzierten würde der Vorsprung auf den Relegationsrang bei dann nur noch fünf Partien bereits auf sieben Zähler anwachsen. Wie schon zu Kölner Zeiten ruft die 2. Bundesliga nach Schultz – diesmal jedoch im positiven Sinne.

Der frühere Pauli-Trainer ist überzeugt, dass die erste Niederlage des Jahres seinen VfL nicht aus der Bahn werfen wird. „Ich bin nicht davon ausgegangen, dass wir bis zum Saisonende jedes Spiel gewinnen“, sagte Schultz nach dem 0:1 in Duisburg und betonte: „Wir sind der VfL Osnabrück, wir sind nicht Bayern München.“

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