Für manche Clubs ging es im Saisonfinale um Millionen in der TV-Tabelle, der 1. FC Köln aber tritt auf der Stelle. Es ist ein Fluch von Steffen Baumgarts guter Tat, erst langfristig können die Geißböcke wieder auf mehr Geld hoffen.
Es ist und bleibt der größte Einnahmeposten für den 1. FC Köln: Die Gelder aus dem Fernsehtopf sind für die Bundesligisten unverzichtbar. Um den Spielraum gegenüber der Konkurrenz zu erhöhen, muss man an den größten der inzwischen verschiedenen Töpfe – und für diesen sportlichen Faktor ist die Fünf-Jahres-Wertung entscheidend.
Das Problem: Durch die maue Punktausbeute in der Rückserie und das Abrutschen bis auf Platz 14 der Tabelle tritt der 1. FC Köln auf der Stelle. Nicht mal der Abstieg des VfL Wolfsburg würde eine Verbesserung in der Tabelle und damit pro Platz 2,5 Millionen Euro Mehreinnahmen bedeuten, weil sich die Wertung ligaunabhängig aus den Ergebnissen der 36 Proficlubs errechnet.
Baumgart-Jahre fallen aus der Wertung
Im Gegenteil: Der Fluch der guten Tat lässt ein Vorwärtskommen in dieser Saison nicht zu. Denn mit der Saison 2021/22 fällt am Ende der nächsten Saison ausgerechnet jenes Jahr aus der Wertung, in der man mit Steffen Baumgart auf Platz sieben in die Conference League einzog. Auch im Jahr danach belegte man einen vergleichsweise starken elften Tabellenplatz. Die Abstiegssaison und das Zweitligajahr schleppt man dafür noch eine ganze Weile mit sich, genauso wie Platz 14 aus der diesjährigen Abschlusstabelle.
„Jedes Jahr in der Bundesliga ist wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung des 1. FC Köln“, hat Sportchef Thomas Kessler unlängst gesagt und damit natürlich auch dieses Ranking gemeint. Doch gerade im Bereich TV-Einnahmen ist ein langer Atem für eine Verbesserung angesagt, erst recht wenn Wolfsburg die Liga hält.
Wolfsburg, Werder und Union als Konkurrenten
Denn mit den Wölfen (367 Punkte), Werder Bremen (375) und Union Berlin (380) sind Mannschaften vor dem FC, die nun schon längerfristig in der Bundesliga spielen. Der FC kommt derzeit im Ranking auf 329 Punkte und hat einen relativ komfortablen Vorsprung auf die Langzeit-Zweitligisten wie den Hamburger SV, FC St. Pauli, FC Schalke 04 oder Heidenheim, vom Newcomer Elversberg ganz zu schweigen.
Für einen Sprung nach vorn müsste man die Lücke zu den Mannschaften vor sich schließen – und das geht nur mit guten Platzierungen über mehr als eine Saison hinweg. Immerhin: Dass Werder und die Wölfe hinter dem FC blieben, könnte mittelfristig wertvoll sein. Ein Abstieg der Niedersachsen würde zumindest den Konzern-Club in Reichweite bringen. Kurzfristig aber tritt der FC in der TV-Wertung auf der Stelle.







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