Kein Trainerentlassungs-Programm: Wagner bekommt Spielplan wie gemalt

Marvin Schwäbe, Keeper des 1. FC Köln, klärt im Strafraum gegen die TSG Hoffenheim. (Foto: imago/Sven Simon)
Marvin Schwäbe, Keeper des 1. FC Köln, klärt im Strafraum gegen die TSG Hoffenheim. (Foto: imago/Sven Simon)

Der neue Bundesliga-Spielplan ist kein Trainerentlassungs-Programm für Trainer René Wagner, aber liefern muss er: Im ersten Saisondrittel kann sich der 1. FC Köln eine solide Ausgangsbasis verschaffen.

Ein Kommentar von Alexander Haubrichs

Erleichterung am Geißbockheim: Mit einiger Nervosität hatten die Verantwortlichen des 1. FC Köln der Veröffentlichung der Spielpläne zur Bundesliga-Saison 2026/27 entgegengeschaut. Mit der Beförderung von René Wagner zum Chefcoach trotz dürftiger Ergebnisse und Leistungen in den Wochen als Übergangstrainer war Sportchef Thomas Kessler kein kleines Risiko eingegangen. Der schleppend angelaufene Transfermarkt macht die Aufgabe nicht eben kleiner.

Da war die Befürchtung groß, dass mit einem schwierigen Auftaktprogramm das ganze Projekt unter zusätzlichen Druck geraten könnte. Eine erst spät eingespielte Mannschaft, eine Reihe von Brocken zum Start, ein nervöses Umfeld, kaum Rückhalt bei den Fans – das hätte schwierig werden können. Aber: Ein Trainerentlassungs-Programm, wie es etwa einst Zvonimir Soldo oder Achim Beierlorzer von der DFL aufgedrückt bekamen, bleibt Wagner und seiner Mannschaft erspart. Stattdessen hätte es besser kaum kommen können.

Heimauftakt gegen Hoffenheim als Herausforderung

Der Heim-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim ist sicher eine Herausforderung, und auswärts in Stuttgart war in den letzten Jahren nur wenig zu holen. Doch dann kommen mit Werder Bremen (H), dem Hamburger SV (A) und Borussia Mönchengladbach (H) Spiele auf Augenhöhe. Danach weiß man, wo man steht. Spätestens nach dem Heimspiel gegen Schalke am siebten Spieltag kann man eine erste Bilanz ziehen, wohin in dieser Saison die Reise geht.

Der Bundesliga-Spielplan 2026/27 hat für den 1. FC Köln ein Startprogramm, mit dem man sich eine solide Ausgangsbasis für den Rest der Reise schaffen kann – und muss. Denn vertane Chancen könnten sich dann genauso später bitterböse rächen, wenn es in der zweiten Hälfte der Hinrunde unter anderem gegen Leverkusen, Bayern, Leipzig und Dortmund geht.

Der 34. Spieltag liefert Chancen im Finale

Aber auch da haben die Macher in Frankfurt immer wieder eine machbare Gelegenheit in den Spielplan eingestreut, wie die Partie gegen Elversberg. Ebenfalls günstig: Mit einem Heimspiel gegen den SC Paderborn am 34. Spieltag darf man zumindest die Hoffnung auf drei Punkte zum Abschluss verbinden, sollte man die im Abstiegskampf noch brauchen. Wenn sich Thomas Kessler und René Wagner einen Bundesliga-Spielplan hätten malen wollen, so ähnlich hätte er wahrscheinlich ausgesehen. Jetzt muss dann das „nur“ noch nutzen.

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