Wagner-Gruß an Ex-FC-Star: „Ich hoffe, er nimmt mir das nicht übel“

Jeff Chabot gegen den 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / Passion2Press)
Jeff Chabot gegen den 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / Passion2Press)

Dieser Transfer hat Erinnerungen geweckt – auch bei René Wagner. Luka Lochoshvili soll beim 1. FC Köln eine ähnliche Rolle einnehmen wie einst Jeff Chabot. Der Trainer erklärt, warum die Verpflichtung des Innenverteidigers für ihn so wichtig war.

Es dauerte ein paar Wochen, bis der 1. FC Köln seine erste externe Verpflichtung präsentieren konnte. Dass es sich dann um Luka Lochoshvili handelte, für den die Geißböcke vier bis fünf Millionen Euro nach Nürnberg überweisen, ließ einige Fans zunächst die Stirn runzeln, bedeutete für René Wagner jedoch einen äußerst gelungenen Auftakt des Transfersommers.

„Mit Luka haben wir wirklich den Zielspieler für diese Position bekommen“, sagt der FC-Trainer über den Linksfuß. Das gesuchte und in Lochoshvili gefundene Profil umreißt er wie folgt: „Wir wollten einen aggressiven, großen, schnellen, zweikampfstarken Innenverteidiger, der nach einem Standard auch mal ein Tor machen kann. Das hat er letztes Jahr in Nürnberg bewiesen.“ Jetzt, das weiß auch Wagner, „geht es für ihn darum, das in der Bundesliga nachzuweisen“.

Chabot? „Der Luka ist ein bisschen schneller“

Lochoshvili bringt Erstliga-Erfahrung mit, unter anderem aus Italien und Österreich, hat aber noch nie im deutschen Oberhaus gespielt. Doch er weckt Erinnerungen an jemanden, der beim FC einst zum gestandenen Bundesliga-Profi reifte: Jeff Chabot, der sich als Leistungsträger des VfB mittlerweile im Dunstkreis der Nationalmannschaft bewegt.

Luka Lochoshvili hat beim 1. FC Köln bis 2029 unterschrieben. (Foto: 1. FC Köln)
Luka Lochoshvili hat beim 1. FC Köln bis 2029 unterschrieben. (Foto: 1. FC Köln)

„Tatsächlich“ sieht auch Wagner so einige Parallelen und muss schmunzeln. Sein Gruß an Chabot: „Der Luka ist ein bisschen schneller als der Jeff, hoffentlich nimmt mir Jeff das jetzt nicht übel.“ Lochoshvilis 34,4 km/h kann „Türsteher“ Chabot nicht ganz bieten.

Gerlands Motto: „Du brauchst Banditen“

Ähnlich wichtig wie das Tempo ist für Wagner allerdings auch der Charakter des Georgiers. „Er hat einen super Eindruck gemacht in den Gesprächen, ist ein gestandener Mann. Ich glaube, er wird ein bisschen Mentalität in die Gruppe bringen.“ Der Trainer führt aus: „Luka lässt sich nichts erzählen. Es ist wichtig, dass wir solch einen Charakter in der Mannschaft haben – jemanden, der auf dem Platz auch mal durchgreifen kann.“

Frei nach dem bekannten Satz von Hermann Gerland: „Wenn du was gewinnen willst, brauchst du Banditen.“ Beim FC waren diese zuletzt nicht wirklich zu finden. „Ich glaube, das hat uns letzte Saison in Phasen gefehlt“, meint Wagner und ist daher „super happy, dass Luka jetzt da ist“. Viele Vorschusslorbeeren, die es für Lochoshvili zu bestätigen gilt.

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