Der 1. FC Köln ist ohne Imad Rondic und Jusuf Gazibegovic in die Saisonvorbereitung gestartet. Während für den Stürmer noch keine Lösung in Sicht ist, hat der Rechtsverteidiger seine Gespräche mit einem anderen Club intensiviert.
Am Wochenende waren sie noch Teil der Leistungsdiagnostik – zeigten auf Instagram, wie sie beim Laktattest schwitzen. Doch am ersten Mannschaftstraining durften Imad Rondic und Jusuf Gazibegovic wie erwartet nicht teilnehmen (der GEISSBLOG berichtete). Gazibegovic ist für Transfer-Gespräche freigestellt, Rondic wird am Geißbockheim individuell von einem Co-Trainer betreut – das gab der FC am Montagvormittag, einige Stunden vor der Auftakteinheit, bekannt.
Nach dem Trainingsstart wählte Sportchef Thomas Kessler dann unmissverständliche Worte, um noch einmal zu verdeutlichen, dass das unter Vorgänger Christian Keller verpflichtete Duo keinerlei Zukunft beim FC hat. „Wir sind in einem klaren und offenen Austausch mit den Spielern. Wir haben zu Gazi und zu Imad gesagt, dass sie in unseren Planungen für diese Saison keine Rolle spielen.“
Rondic „fernab der Mannschaft“
Beide dürfen sich keinen einzigen Tag im Mannschaftstraining zeigen. Die Folge des harten Kurses: „Gazi hat sich dazu entschieden, die Gespräche, die er schon geführt hat, noch mal ein bisschen intensiver zu gestalten. Imad hat schon heute Morgen fernab der Mannschaft eine Trainingseinheit gemacht. Er wird ein Training bekommen, das aber nicht mit der Mannschaft stattfindet.“
Für uns war es ganz wichtig, dass wir heute Jungs auf dem Platz haben, die in der Saison auch zur Verfügung stehen.
Thomas Kessler
Der zuletzt an Sturm Graz verliehene Gazibegovic (FC-Vertrag bis 2028) hatte bei seinem erneuten Abschied aus Österreich gesagt: „Ich will unbedingt spielen.“ Wenn das in Köln nicht der Fall wäre, sei er „offen für alles andere“. Und: „Für Graz bin ich immer offen.“ Ob Sturm der Verein ist, mit dem der Rechtsverteidiger nun Gespräche führt, wird sich zeigen.
Immerhin ist Gazibegovic durch seine Verhandlungen schon einen Schritt weiter als Rondic. Dessen Berater hatte im Endspurt der vergangenen Saison, als der Bosnier für Zweitliga-Absteiger Preußen Münster stürmte, zwar gesagt: „Es gibt durchaus schon Anfragen für Imad – auch aus der 2. Liga.“ Doch ans Geißbockheim zurückgekehrt ist Rondic trotzdem, obwohl frühzeitig klar war, dass für ihn kein Kaderplatz vorgesehen ist (der GEISSBLOG berichtete).
Transfer-Druck für Rondic
Das sofortige Aus im Training erhöht für den 27-Jährigen und seine Vertreter den Druck, eine Lösung zu finden. Rondic kann zwar weiterhin sein auf monatlich 50.000 Euro geschätztes FC-Gehalt kassieren – er kann es sich aber nicht leisten, dauerhaft alleine zu trainieren, wenn er seine Karriere wieder in Schwung bringen will.
Den Kölner Verantwortlichen war es ein Bedürfnis, frühzeitig ein Zeichen zu setzen. „Für uns war es ganz wichtig, dass wir heute Jungs auf dem Platz haben, die in der Saison auch zur Verfügung stehen“, so Kessler nach dem Trainingsauftakt. Jungs, mit denen geplant wird.







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