Neues Star-Duo: Dieses FC-Debüt macht „wenig überraschend“ Lust auf mehr

Mikey Moore nach dem 1:4 in Stuttgart. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)
Mikey Moore nach dem 1:4 in Stuttgart. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)

Eine deutliche Niederlage, aber auch ein Lichtblick: Mikey Moore hat beim 1:4 des 1. FC Köln in Stuttgart als Joker überzeugt. Nach seiner Einwechslung machte der Neuzugang Lust auf mehr – verdiente sich das Lob der Verantwortlichen und seiner Mitspieler.

Wochenlang wartete der 1. FC Köln auf das grüne Licht der Tottenham Hotspur. Statt einen anderen Offensivspieler zu verpflichten, bewiesen die Geißböcke Geduld und setzten auf Mikey Moore. Am Freitagabend, bei der 1:4-Klatsche in Stuttgart, deutete der Engländer sofort an, warum er für Trainer René Wagner und Sportchef Thomas Kessler der absolute Wunschspieler war.

Nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit benötigte Moore bei seinem Bundesliga-Debüt nur zehn Sekunden, um beim FC mit einem Dribbling das Feuer zu entfachen. In der starken Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte lief jeder Angriff über ihn. Zwei Torschüsse, zwei Torschussvorlagen – der zur Pause eingewechselte Youngster sorgte schon alleine für mehr Gefahr als die gesamte Mannschaft im ersten Abschnitt.

Wagner: „Kann für uns den Unterschied ausmachen“

„Es ist für uns wenig überraschend, dass er gut ist“, sagte FC-Geschäftsführer Kessler im Anschluss und zeigte sich nach einem zähen Poker mit Tottenham „sehr froh, dass er unser Spieler ist“. Wenngleich sich Kessler natürlich auch über Zählbares gefreut hätte: „Er hatte heute zwei Torchancen, von denen er eine hätte machen können.“

Es gehe um Kleinigkeiten, um Timing. Und gewiss würden Moore auch Abläufe, die nach nur zwei Trainingseinheiten am Geißbockheim noch gar nicht da sein können, helfen. „Er ist noch nicht lange bei der Mannschaft, wir mussten lange auf ihn warten. Da sind wir froh, dass er heute in 45 Minuten andeuten konnte, was wir uns von ihm für eine sehr lange Saison versprechen“, setzt Kessler auch ohne Kaufoption auf einen Moore-Effekt.

Er ist ein Spieler mit einer enormen Klasse, die wir brauchen werden.

Marvin Schwäbe über Moore

René Wagner war vom Debüt des englischen U-Nationalspielers ebenfalls angetan: „Man hat gesehen, dass Mikey zwischen den Linien gefährlich werden kann, dass er aufdrehen kann, dass er in der Box ankommt.“ Der FC-Trainer versprach in Stuttgart: „Er wird für uns den Unterschied ausmachen können. Genauso wie Flaco, der das Spiel organisiert hat.“ Kommenden Samstag gegen Bremen könnten beide erstmals in der Startelf stehen.

Mitspieler loben Moore

Die Kölner Profis wissen, dass sie mit Moore nun ein Ausnahmetalent an ihrer Seite haben. „Der FC war nicht umsonst über Wochen extrem dran bei so einem Spieler. Ich habe ihn auch verfolgt, weil uns jeder gute Spieler hilft“, sagte Tom Krauß. Es gehe zwar „noch besser, aber man hat seine extreme Qualität gesehen“. Unter anderem vor dem 1:3, das Moore für Bülter auflegte – das von der DFL aber wohl als Eigentor von Ramon Hendriks gewertet wird. Damit müsste Moore auf seinen ersten Scorerpunkt warten.

Kapitän Marvin Schwäbe stimmte Krauß dennoch zu: „Man hat gesehen, was er für Qualitäten hat. Wenn wir die immer auf den Platz kriegen und er sich gut eingewöhnt, dann ist er ein Spieler mit einer enormen Klasse, die wir brauchen werden.“ Dann hat der FC mit Said El Mala und Moore zwei der talentiertesten Offensivspieler der Bundesliga in seinen Reihen – ein neues Star-Duo. Das Debüt des Engländers hat Lust und Hoffnung auf mehr gemacht.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
9 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete