Auf Couch und Bank: Dallinga & Co. die FC-Gewinner des Stuttgart-Debakels

Thijs Dallinga und Ragnar Ache freuen sich.
Konkurrenten im Sturm: Thijs Dallinga und Ragnar Ache vom 1. FC Köln. Foto: imago/Jan Hübner

Der 1. FC Köln ist mit 1:4 beim VfB Stuttgart untergegangen, angesichts der Chancen im ersten Durchgang hätte die Pleite noch deutlicher ausfallen können. Wie es bei solchen Klatschen manchmal so ist, waren die Gewinner nicht auf dem Feld – wie Thijs Dallinga, dem bei Genesung ein Startplatz gegen Werder Bremen winkt.

Thijs Dallinga verfolgte die Klatsche des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart vom heimischen Sofa aus, sendete seinen Teamkollegen via Instagram noch ein „Let’s go“. Es half nicht. Auch, weil Dallingas Torgefahr fehlte. Ohne eigenes Zutun war der Niederländer einer der Gewinner des Freitagabends.

Denn während er seinen Magen-Darm-Infekt auskurierte, stand sein Sturm-Konkurrent Ragnar Ache gegen die Stuttgarter Abwehrhünen komplett auf verlorenem Posten, konnte kaum einen Ball festmachen, sich keine Chance erarbeiten, musste später Marius Bülter weichen. Seine Fitness vorausgesetzt, dürfte Neuzugang Dallinga im Angriff einem Startelf-Platz ein großes Stück nähergerückt sein.

El Mala erstmals mit Dallinga und Moore gegen Bremen?

Aber Ache ist nicht der einzige FC-Profi, für den die schwache Darbietung im Schwabenland Konsequenzen haben dürfte. Jan Thielmann beispielsweise hat mit Mikey Moore jetzt einen Konkurrenten, der nicht nur die erforderliche Fitness für 90 Minuten hat, sondern ihn auch qualitativ mit wenigen Aktionen in den Schatten stellte. Dass Thielmann beim ersten Gegentor dem späteren Schützen El Khannouss nur Geleitschutz gab, machte es nicht besser.

Kehrt Said El Mala zurück, ist womöglich auch für Linton Maina die Rückkehr auf die Ersatzbank vorprogrammiert. Hinzu kommt: Reigan Heskey zeigte mit seiner Einleitung des einzigen Kölner Tors, aber auch mit seinem dynamischen Spiel, dass er durchaus die Qualitäten hat, auf Bundesliga-Niveau eine Hilfe zu sein.

Bringt Sebulonsen mehr Stabilität?

Alessio Castro-Montes hatte ebenfalls deutlich mehr Tiefen als Höhen, der ins Training zurückgekehrte Norweger Sebastian Sebulonsen dürfte dem Belgier schon bald Druck auf seiner Position machen.

Aber auch unter den Neuzugängen gab es einen Verlierer: Paul Okon-Engstler war an der Seite des ebenfalls schwachen Tom Krauß heillos überfordert. Wagner hätte schon vor der Pause die Reißleine ziehen und den Australier durch Ellyes Skhiri ersetzen können, wenn nicht sogar müssen. Dass der FC da nicht schon höher zurücklag, war eher dem Stuttgarter Chancenwucher als einer konzertierten Abwehrleistung zu verdanken.

In der Defensive hingegen wird der dürftige Auftritt wohl keine Konsequenzen haben. Jahmai Simpson-Pusey agierte einmal mehr zwischen Genie und Wahnsinn, während Luka Lochoshvili, der gegen Hoffenheim seine Stärken präsentieren durfte, nun in Stuttgart seine Defizite in Antritt und Aufbauspiel vorgeführt bekam. Das Duo scheint bei Wagner allerdings gesetzt zu sein.

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