Die 1. FC Köln Frauen haben ihre Pokal-Pflichtaufgabe gelöst und sind bei Zweitligist Hertha BSC mit 2:1 (1:1) in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.
Es berichtet Marie Reiners
Nach der deutlichen Niederlage (2:5) bei Bayern München im vergangenen Bundesligaspiel wollten die Frauen des 1. FC Köln im Pokal keine Zweifel am Weiterkommen aufkommen lassen. Ein besonderer Tag war es dabei für Laura Vogt, die ihr 100. Pflichtspiel für die FC-Frauen absolvierte. Gegen Zweitligaaufsteiger Hertha BSC war es eine zähe Aufgabe in Berlin, die die Kölnerinnen am Ende aber dennoch für sich entschieden – und das wieder einmal durch ein Standardtor.
Tore und Highlights
14. Minute: Der FC belohnte sich für frühes, hohes Pressing. Nachtigall scheiterte zunächst aus der zweiten Reihe an der Berliner Torhüterin, doch Dora Zeller stand goldrichtig zum Nachschuss bereit und staubte zum verdienten 1:0 ab.
37. Minute: Es folgte der Dämpfer für die Geißböcke. Ein Rückpass von Bohnen auf Vogt war zu ungenau, Herthas Top-Torjägerin Wellhausen lauerte auf den Fehler, schnappte sich den Ball und lief allein auf Schmitz zu. Eiskalt schob sie rechts unten zum 1:1 ein – für die Torhüterin gab es keine Abwehrchance.
1. Halbzeit: Der FC dominierte die Anfangsphase mit hohem Pressing und ging durch Zeller verdient in Führung. Danach fiel die Mannschaft von Britta Carlson jedoch merklich ab und wurde passiver, während Hertha zunehmend besser ins Spiel fand und zeitweise sogar die spielbestimmende Mannschaft war. Der Ausgleich durch Herthas Wellhausen nach einem eigenen Rückpassfehler ging entsprechend in Ordnung, sodass es mit einem 1:1 in die Kabine ging.
51. Minute: Der FC schlug postwendend zurück. Spiegelbildlich zur Halbzeit eins. Elsen brachte eine Ecke von der rechten Seite scharf in den Strafraum, wo Bremer am höchsten stieg und den Ball per Kopf an den Innenpfosten lenkte – von dort trudelte die Kugel ins Tor zur erneuten 2:1-Führung.
66. Minute: Der FC hätte den Deckel draufmachen können oder sogar müssen: Nach einem Traumpass von Nachtigall tauchte Sterner im Eins-gegen-eins frei vor Torhüterin Lux auf, verpasste im entscheidenden Moment aber den Abschluss.
2. Halbzeit: Mit dem defensiven Wechsel Degen für Bohnen zur Pause knüpfte der FC an seine starke Anfangsphase an und drückte Hertha zunächst tief in die eigene Hälfte. Nach dem erneuten Führungstreffer durch Bremer verwaltete Köln die knappe Führung clever 2:1-Erfolg mehr oder weniger sicher über die Zeit. Im letzten Drittel wurden die Kölnerinnen selbst trotz unzähligen Flanken und Freistößen selbst nicht mehr wirklich gefährlich.
Personal
So spielte der FC: Schmitz – Sterner, Bohnen (46. Degen), Vogt, Hegering – Feiersinger, Elsen (88. Donhauser), Nachtigall – Bremer, Zeller, Leimenstoll (67. Zawistowska)
Zur Aufstellung: Carlson wechselte im Vergleich zum Bayern-Spiel etwas offensiver, mit drei Stürmerinnen (Leimenstoll, Bremer und Zeller) in der Anfangsformation. Die zuletzt angeschlagene Kapitänin Marina Hegering führte ihr Team nach ihrer Verletzung wieder aufs Feld, für Laura Vogt war es mit der Partie zudem das 100. Pflichtspiel im FC-Trikot.
Fazit
Der FC hat seine Pokal-Pflichtaufgabe erledigt und zieht nach einem wackeligen Start in die zweite Runde ein. Einmal mehr war es die Standardstärke, die den Ausschlag gab, während der FC in der Defensive nach der Führung phasenweise zu passiv agierte und Hertha dadurch zurück ins Spiel ließ. Ein besonderer Nachmittag bleibt es dennoch vor allem für Laura Vogt, die ihr 100. Pflichtspiel im FC-Trikot feiern durfte – trotz des unglücklichen Anteils am Gegentor. Für den FC geht der Blick nun schon auf das nächste Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg.








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