Beim 1. FC Köln ist ordentlich Druck auf dem Kessel: Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach könnte wegweisend für die nächsten Wochen sein. Sebastian Sebulonsen dürfte in die Startelf zurückkehren und fordert nordische Coolness von sich und seinen Teamkollegen.
Für Sebastian Sebulonsen waren die vergangenen Monate nicht arm an Enttäuschungen. Erst ließ ihn der frühere Trainer des 1. FC Köln, Stale Solbakken, bei der Nominierung des norwegischen WM-Kaders außen vor. Ein Grund: Er hatte sich vor der letzten Länderspielpause eine Verletzung zugezogen, die ihn auch beim letzten Heim-Derby gegen Borussia Mönchengladbach zum Zuschauen verurteilte.
Nun erwischte es Sebulonsen kurz vor Saisonstart wieder, eine Muskelverletzung setzte ihn außer Gefecht. Statt dem FC helfen und sich für die Nations-League-Spiele Norwegens empfehlen zu können, landete Sebulonsen wieder im MRT und fehlte die ersten Wochen. „Verletzungen gehören im Fußball dazu“, schaut der Norweger nur kurz zurück. „Du darfst einen Moment frustriert sein. Dann musst du das zur Seite schieben und an deinem Comeback arbeiten.“
Sebulonsen versteht den Frust der Fans
Das hat er getan und nun sind die Vorzeichen vor dem nächsten Heim-Derby gegen die Fohlen andere. Sebulonsen ist fit – und angesichts der Verletzung von Alessio Castro-Montes dürfte er gesetzt sein. „Derbys sind immer die größten Spiele, die man spielen kann. Natürlich bin ich aufgeregt und motiviert“, sagt Sebulonsen, der beim Training am Dienstag etwas geschont wurde. „Körperlich bin ich bereit, wir haben jetzt auch viel Zeit, uns auf die Borussia vorzubereiten.“
In der Partie geht es ohnehin schon um viel, nach den schwachen Auftritten gegen Bremen und Hamburg und den Pfiffen der Fans vielleicht sogar schon um mehr. „Natürlich ist es frustrierend, wenn man nicht gewinnt. Wir wollen Siege einfahren, hätten gerne mehr als die vier Punkte und natürlich wollen auch die Fans uns siegen sehen“, sagt Sebulonsen. „Aber für uns geht es darum, Ergebnisse und die Tabelle nicht zu sehr an uns ranzulassen. Als Fußballer musst du auf Dinge schauen, bei denen du dich verbessern kannst.“
Sebulonsen will „einen weiteren Schritt machen“
Das gilt auch für ihn persönlich. „Es ist jetzt meine zweite Bundesliga-Saison. Im ersten Jahr habe ich viele Erfahrungen sammeln können – doch nun will ich natürlich einen weiteren Schritt machen und stärker werden. Das geht nur mit kontinuierlicher Arbeit – ohne sich von Resultaten oder Emotionen beeinflussen zu lassen.“







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