Die XXL-Pause ist endgültig vorüber. Am Dienstagabend haben die letzten Länderspiele mit Beteiligung des 1. FC Köln stattgefunden. Jahmai Simpson-Pusey feierte sein Debüt – gleich zwei FC-Profis waren Dauerbrenner.
Auf den Begriff „Länderspielpause“ kann Luka Lochoshvili wohl nur mit einem müden Lächeln reagieren. Während die daheimgebliebenen Profis des 1. FC Köln zwischenzeitlich fünf Tage freihatten und einen Kurzurlaub genießen konnten, jettete der Georgier mit der Nationalmannschaft quer durch Europa und bestritt in elf Tagen vier Nations-League-Partien.
Das Pensum war in der kurzen Zeit immens: Lochoshvili stand 355 von 360 Minuten auf dem Platz. Dazu die Reisestrapazen. Erst ging es für den Innenverteidiger für zwei Heimspiele gegen Nordirland (0:1) und die Ukraine (0:0) nach Tiflis, dann in die ungarische Hauptstadt Budapest (0:1) und zum Abschluss wartete am Montagabend noch das Rückspiel gegen Nordirland in Belfast (0:0).
Auch Johannesson viermal in der Startelf
Lochoshvili patzte in Ungarn, ging gemeinsam mit seinen Nebenmännern allerdings auch zweimal ohne Gegentor vom Rasen – einmal mehr als der 1. FC Köln im kompletten Kalenderjahr. Abzuwarten bleibt nun, in welchem Zustand der 28-Jährige am Donnerstag ins Training zurückkehrt, wenn am Geißbockheim nach dem freien Mittwoch die entscheidende Phase der Derby-Vorbereitung anbricht.
Isak Johannesson, gegen Bremen und den HSV zuletzt jeweils nur Joker, hat ein ähnliches Programm wie Lochoshvili hinter sich. Gegen Estland (1:1), in Luxemburg (3:0), gegen Bulgarien (3:0) und auch am Dienstagabend in Estland (0:0) stand der Isländer immer in der Startelf, spulte 345 von 360 Minuten ab.
Simpson-Pusey debütiert für Englands U21
Jahmai Simpson-Pusey, mit dem Lochoshvili bislang in allen Pflichtspielen das Duo in der Innenverteidigung bildete, freute sich derweil, dass er überhaupt noch randurfte. Der 20-Jährige war erstmals für die englische U21-Nationalmannschaft nominiert, saß beim 4:2-Sieg gegen Kasachstan aber zunächst auf der Tribüne und beim 0:0 gegen die Slowakei auf der Bank.
Am Dienstagabend, zum Abschluss der EM-Qualifikation, feierte das Abwehr-Talent nun doch sein Debüt. Die bereits für das Turnier qualifizierten Three Lions unterlagen in Irland mit 1:3, Simpson-Pusey spielte durch. Das dürfte auch René Wagner freuen. Denn ansonsten hätten hinter dem Youngster am Sonntagnachmittag, wenn der FC den Erzrivalen aus Mönchengladbach empfängt, drei Wochen ohne Spielpraxis gelegen.
Van den Berg erneut Zuschauer
So wie das bei Rav van den Berg der Fall ist. Auch dessen niederländische U21-Auswahl war am Dienstag noch einmal gefragt – erneut ohne den Kölner. Wie schon beim 0:0 gegen Norwegen und beim 4:2 in Slowenien wurde der 22-Jährige auch beim 4:0-Sieg gegen Bosnien nicht eingesetzt. Im Übrigen obwohl die Niederländer noch einen Wechsel offen hatten. Van den Berg wartet weiterhin seit April auf einen Pflichtspiel-Einsatz, ob beim FC oder beim Verband.
Reigan Heskey hingegen sammelte bei der englischen U19 die erhoffte Spielpraxis. Bei den vier Freundschaftsspielen gegen Irland (1:0), Norwegen (2:1), die USA (2:1) und Belgien (0:1) stand er insgesamt 173 Minuten auf dem Rasen, inklusive eines Treffers gegen die Amerikaner.
Nach seiner Rückreise zum FC absolviert Heskey am trainingsfreien Mittwoch ein individuelles Laufprogramm. Die vier weiteren Nationalspieler – Gideon Mensah, Paul Okon-Engstler, Said El Mala und Mikey Moore – sind bereits wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen (der GEISSBLOG berichtete).








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