Warten auf die Leistungsexplosion: Im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr) hofft der 1. FC Köln auf Zählbares von Mikey Moore, der in Frankfurt überraschend auf die Bank musste.
Die Vorschusslorbeeren konnten größer kaum sein: Als eines der größten Talente des englischen Fußballs heuerte Mikey Moore im Sommer beim 1. FC Köln an. Der Techniker spielt eine derart zentrale Rolle in den Zukunftsplanungen von Tottenham Hotspur, dass die schlingernden Nord-Engländer über eine Kaufoption bei Verhandlungen nicht einmal reden wollten.
Eine Saison hat Moore in der Bundesliga, es scheint der richtige Schritt nach einem Jahr bei den Glasgow Rangers, nun in Deutschland seine persönliche Entwicklung voranzutreiben. Doch der erst 19-Jährige muss zunächst einmal den Frust eines ernüchternden Starts wegstecken. Fünf Spiele, null Tore, null Vorlagen – das hatte er sich sicher anders vorgestellt.
Mikey Moore lernt jetzt Deutsch
„Ich hatte erst einmal einiges damit zu tun, meine Dinge hier zu sortieren“, erzählt Moore der BBC, die darüber berichtet, dass er – wie von seiner Mutter gefordert – nun mit dem Deutsch-Unterricht begonnen hat. Auf das Ankommen in Köln folgte die Länderspielpause mit drei Einsätzen bei der U20 und gleich zwei Treffern – und alle hofften, dass anschließend auch beim FC der Knoten platzen würde.
Nach seiner Einwechslung in Frankfurt agierte Moore, der erstmals seit seinem Startelf-Debüt wieder auf die Bank musste, zuletzt allerdings fast tragisch. Erst wollte vorne nichts gelingen, dann brach er frustriert an der Außenbahn die Defensivarbeit ab, was der Ausgangspunkt des Treffers zum 0:1 war. Kapitän Marvin Schwäbe rüffelte seine Vordermänner für die unterlassene Gegenwehr öffentlich (ohne Namen zu nennen) – ein bemerkenswerter Vorgang vom erfahrenen Keeper (der GEISSBLOG berichtete).
Moore und El Mala müssen sich noch finden
Eigentlich soll Moore am anderen Ende des Spielfelds eine entscheidende Rolle einnehmen. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach etwa stand er gleich reihenweise in den richtigen Räumen und bot sich an. Um eine Abwehr mit einer Kombination auszuhebeln, braucht es jedoch auch die Mitspieler, die einen in diesen Räumen sehen.
Zudem muss man gerade dem Engländer und dem zweiten Kölner Ausnahmekönner, Said El Mala, Zeit geben, sich aufeinander einzustellen und zu erkennen, dass man gemeinsam mehr sein kann als die Summe seiner Teile. Allerdings haben die beiden dafür eben nur diese eine Saison. Deshalb hofft ganz Köln, dass bei Mikey Moore am Samstag gegen Schalke 04 der Knoten platzt – und er den Vorschusslorbeeren Taten folgen lässt.








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