„Ich traue uns das zu“: Schafft der FC im 18. Anlauf etwas Historisches?

FC-Trainerin Britta Carlson. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
FC-Trainerin Britta Carlson. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln steht vor einer der unangenehmsten Auswärtsreisen der Frauen-Bundesliga: Am Samstagmittag (12 Uhr) gastieren Britta Carlson und ihr Team beim siebenmaligen Meister und elffachen Pokalsieger VfL Wolfsburg. Bislang waren die Wölfinnen für die Geißböcke unschlagbar.

Am Samstag wollen die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln etwas Historisches schaffen. 17-mal trafen die Geißböcke und der VfL Wolfsburg in Pflichtspielen aufeinander – kein einziges Mal siegte der FC. Lediglich zwei Unentschieden sprangen heraus, das Torverhältnis beträgt 9:64.

„Das ist natürlich ein schweres Auswärtsspiel, aber wir wollen dahinfahren, um zu punkten – das ist immer unser Anspruch“, macht Trainerin Britta Carlson klar, dass ihre Kölnerinnen die Wölfinnen erstmals schlagen wollen.

Carlson warnt vor der „klarsten Spielanlage“

Nach der vergangenen Rekordsaison und dem anhaltenden Aufwärtstrend – mit vier Siegen aus sieben Spielen liegt der FC in Schlagdistanz zu den Champions-League-Rängen – stehen die Chancen auf eine Überraschung womöglich so gut wie noch nie. „Wir können mit Selbstbewusstsein dahinfahren. Wir haben zwölf Punkte, die verdient sind“, sagt Carlson.

Wolfsburg ist wie in der Vorsaison der ärgste Verfolger von Meister Bayern, hat mit einer 1:2-Niederlage in Hoffenheim anders als die noch makellosen Münchnerinnen aber bereits Federn gelassen.

„Für mich hat Wolfsburg in der Liga die klarste Spielanlage von allen. Das ist die Mannschaft, die die meisten Torschüsse hat und die zweitstärkste Offensive. Wir wissen, was da auf uns zukommt“, warnt Carlson, ergänzt aber zugleich: „Sie haben auch schon ein paar Gegentore bekommen, sodass wir unsere Chancen sehen. Die Chancen, die da sind, wollen wir für uns nutzen.“

Kathy Hendrich mit Comeback gegen Ex-Club?

Bemerkenswert ist der gute Kölner Saisonstart insbesondere aufgrund immer neuer Verletzungsprobleme. „Das begleitet uns leider schon die ganze Saison. Wir müssen immer wieder mal spontan umstellen oder auf bestimmte Situationen reagieren“, erinnert die FC-Trainerin, deren Team diesen Rückschlägen jedoch trotzt: „Da hilft es natürlich, wenn man verdient die Punkte holt, das gibt einem Selbstbewusstsein. Vor allem, weil die Spielerinnen merken, dass sie sich aufeinander verlassen können und die Mechanismen greifen.“

In Wolfsburg könnte mit Kathy Hendrich eine Ex-Wölfin ihr Comeback feiern und nach ihrer Verletzungspause womöglich mithelfen, die Favoritinnen erstmals zu schlagen. „Wir müssen ans Maximum gehen“, betont Carlson und weiß trotz der eigenen Qualitäten: „Es muss vieles zusammenpassen. Wir brauchen die Effizienz aus dem letzten Spiel gegen den HSV und müssen zusammen gegen den Ball gut agieren. Ich traue uns das zu.“ Im 18. Duell wäre es an der Zeit für die erste große Überraschung gegen Wolfsburg.

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