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Ellyes Skhiri in Bielefeld. (Foto: IMAGO / Hufnagel)

Einzelkritik: Eine glatte Zwei, aber drei Fünfen für schwachen FC

Der 1. FC Köln kommt bei Arminia Bielefeld nie wirklich ins Spiel. Das 1:1 (1:0) ist ein glücklicher Punktgewinn für die Geißböcke, die ungewohnt große Probleme im Ballbesitz offenbaren und auch in den Zweikämpfen in den entscheidenden Momenten den Kürzeren ziehen. So fallen die Noten und Zeugnisse der Derbysieger aus der Vorwoche diesmal deutlich schlechter aus. Die Einzelkritik – klickt Euch durch!

    Tor & Abwehr

  • Marvin Schwäbe

    Nach dem Derby-Triumph weiter für den verletzten Horn im Tor. Musste in der 7. Minute erstmals bei Wimmers Schuss aus der zweiten Reihe zupacken. Bärenstark im Eins-gegen-Eins gegen Klos, als er ganz lange stehen blieb und den Ausgleich verhinderte (25.). Bei der letzten Ecke der ersten Hälfte im Glück, als der Ball durch seinen Fünfer segelte (45.+3). Chancenlos beim 1:1, streckte sich vergebens. Mit den Fäusten bei Wimmers Fernschuss zur Stelle (67.). Gegen Prietl beim langen Ball in den Strafraum noch mal mit Glück, als der Bielefelder vor Schwäbes Fäusten am Ball war (85.).

    GBK-Note: 3

  • Kingsley Schindler

    Schindler rückte als einzige Startelf-Veränderung zum Derby-Sieg für den verletzten Hector rein, übernahm hinten rechts, Schmitz dafür hinten links. Bekam früh mehrfach auf die Socken und Bielefeld hatte sich ihn ausgeguckt als vermeintliche Schwachstelle. Machte es in der ersten Hälfte eigentlich gut, sah dann aber nach einem unglücklichen Foul an Klos Gelb (31.) und bekam anschließend Probleme im Zweikampf. Lief einen Bielefelder Konter stark ab (55.), wurde dann aber mehrfach überspielt, sodass ihn Baumgart vom Feld nahm.

    GBK-Note: 5

  • Luca Kilian

    Wie schon gegen Gladbach startete Kilian neben Czichos. Zwischen mehreren Höhen und großen Problemen. Leitete mit seinem scharfen Kopfball auf Czichos das 1:0 ein und grätschte Wimmer in letzter Sekunde die Riesenchance weg (42.). Im Spiel mit dem Ball aber ein Unsicherheitsfaktor, insbesondere mit Schindler an seiner Seite. Beim 1:1 das Opfer des Ljubicic-Fehlpasses, wegen dessen er komplett aus der Position war und nicht in die Zweikämpfe kam.

    GBK-Note: 4.5

  • Rafael Czichos

    Reiste erst verspätet nach Bielefeld und stand überraschend doch in der Startelf. Zunächst mehrfach mit gutem Stellungsspiel, als die Arminia früh anstürmte. Dann mit dem perfekten Assist auf Özcan zum 1:0. Rauschte nach einem Kainz-Freistoß unglücklich gegen den Pfosten, konnte aber weitermachen (34.). Super Pass auf Özcan (40.). Mit seiner Körperlichkeit in den Zweikämpfen immer wieder ein wichtiger Faktor und defensiv der mit Abstand beste Kölner.

    GBK-Note: 2

  • Benno Schmitz

    Benno Schmitz rückte für Hector nach hinten links, konnte aber nie seine Offensivstärke zeigen, die ihn rechts auszeichnet. War trotzdem der Held der ersten Halbzeit, als er den Klos-Kopfball nach Ecke artistisch von der Linie kratzte (45.+3). Nach der Pause wurde er immer wieder in seinem Rücken überspielt. Konnte beim 1:1 nicht mehr rechtzeitig auf Lasme schieben.

    GBK-Note: 4

    Mittelfeld

  • Ellyes Skhiri

    Der Tunesier spielte erst neben, dann hinter Özcan. Hatte über das gesamte Spiel große Probleme, dem Bielefelder Druck im Zentrum zu entkommen. Wurde praktisch komplett aus dem Spiel genommen, machte ungewöhnlich viele Fehler und zeigte sich noch nicht wieder in der Form, die ihn vor seiner Verletzung ausgezeichnet hatte.

    GBK-Note: 5

  • Salih Özcan

    Nach seiner Derby-Gala neben Skhiri auf der Doppel-Sechs und nach nur 17 Minuten mit dem eiskalten 1:0-Tunnel gegen Ortega (17.). Stark auch, wie er sich nach einem langen Pass löste und Modeste mit seiner Flanke fast fand (40.). Dennoch auch er im Mittelfeld längst nicht so zweikampfstark und durchsetzungsstark, wie man es von ihm kennt.

    GBK-Note: 2.5

  • Dejan Ljubicic

    Der laufstarke Österreicher übernahm zunächst wieder die rechte Seite und zog später ins Zentrum. Konnte sich nur selten durchsetzen, fiel nur selten mit klaren Aktionen auf. Sein fahrlässiger Fehlpass ins Seitenaus leitete das 1:1 ein. In der 67. Minute erst mit dem Mega-Antritt über links, dann aber mit dem ungenauen Pass ins Zentrum.

    GBK-Note: 4.5

  • Florian Kainz

    Der Österreicher spielte wie gewohnt links. Seine erste Flanke fand gleich Modeste (4.). Mit einem starken Freistoß auf Modeste (34.). Darüber hinaus mit sehr viel Engagement auch gegen den Ball, weil er bald merkte, dass nach vorne fast nichts ging. Ging in der Schlussphase für Schaub vom Feld.

    GBK-Note: 3

  • Louis Schaub

    Kam in der 84. Minute für Kainz. Brachte den letzten Eckball ins Spiel, wurde aber nicht mehr gefährlich.

    GBK-Note: 4

    Angriff

  • Ondrej Duda

    Spielte hinter Modeste und wollte den Schwung aus dem Derby mitnehmen. Das gelang nicht. Duda fand praktisch nicht statt, konnte das Spiel nie an sich reißen, sich nur selten durchsetzen. In allen Belangen an diesem Tag zu wenig.

    GBK-Note: 5

  • Anthony Modeste

    Der Franzose, im Derby ohne Tor, bekam direkt in der 4. Minute seine erste Kopfballchance, konnte Kainz‘ Flanke aber nicht mehr gefährlich drücken. Hätte in der 34. Minute den Kainz-Freistoß freistehend aufs Tor bringen müssen. Danach tauchte Modeste ab und konnte sich nicht mehr in Szene setzen. Nach etwas mehr als einer Stunde vom Feld.

    GBK-Note: 4

  • Sebastian Andersson

    Kam in der 65. Minute für Modeste ins Spiel. Schlechter Laufweg bei Ljubicics Super-Sprint, bot ihm keine Anspielstation an. Konnte eine Ehizibue-Flanke nicht kontrollieren und war auch sonst nur selten der ballsichere Frontmann.

    GBK-Note: 4.5

  • Jan Thielmann

    Kam in der 65. Minute für Duda ins Spiel. Seine Laufstärke war wichtig, zweimal setzte er sich gut rechts durch, seine Flanken fanden aber nicht das Ziel. Auch er im Zweikampf nicht stabil genug.

    GBK-Note: 4

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