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Stöger und Schmidt: „Wir brauchen keine Psychologen“

Sein Besuch beim Abschlusstraining des 1. FC Köln vor dem Spiel gegen Mainz 05 war lange besprochen: Dass Dr. Werner Zöchling am Freitag das Geheimtraining der FC-Profis im Franz-Kremer-Stadion besuchte, war im Kontext der Terror-Anschläge von Paris und den Vorfällen in Hannover Zufall. „Das war lange geplant“, sagte FC-Coach Peter Stöger.

Köln – Dass Zöchling vor Ort war, lag an der individuellen Absprache zwischen dem Psychologen und dem Trainerteam. Zöchling bespricht sich schon länger mit diversen Spielern aus dem FC-Kader. Immer wieder schaut er vor allem bei Geheimtrainings vorbei und nimmt den einen oder anderen Spieler zur Seite. So auch am Freitag, unabhängig der Geschehnisse in der vergangenen Woche.

Alex Bade und Dr. Werner Zöchling am Freitag beim Training des 1. FC Köln.

Dr. Werner Zöchling (re.) mit Alex Bade.

Auch Mainz nimmt Anspannung raus

Dennoch stand es für jeden Kölner Spieler offen, mit Zöchling auch über gerade eben jene Vorfälle zu sprechen, die in den letzten Tagen die Welt bewegt hat. Stöger hatte bereits erklärt, dass seine Spieler „bei uns Rat finden können“. Er ist sich aber sicher, dass seine Schützlinge ohne Angst oder mulmiges Gefühl in das Spiel gehen werden: „Wir brauchen keinen Psychologen.“

Davon ist auch Stögers Kollege in Mainz überzeugt. Martin Schmidt erklärte das Duell der Rheinhessen gegen den FC im RheinEnergieStadion zu einem „ganz normalen Spiel für uns“. Zwar seien in der Kabine in den letzten Tagen die weltpolitischen Themen und ihre Auswirkungen auf den Fußball hin und wieder zur Sprache gekommen. Der „kicker“ zitierte ihn aber mit den Worten: „Auf Training und Spiel hat das keinen Einfluss. Die Geschichte ist nicht so nah dran an uns, dass wir einen Psychologen brauchen.“

Beide Teams sportlich nah beieinander

Beide Trainer predigen also Normalität, um ihre Mannschaften bestmöglich und fokussiert auf das für beide Teams so wichtige Spiel vorzubereiten. Köln könnte mit einem Sieg die magische 20-Punkte-Marke schon nach 13 Spielen überspringen. Die halbe Miete für den Klassenerhalt wäre dann schon geschafft. Mainz würde seinerseits mit einem Dreier auf 19 Punkte kommen und den FC in der Tabelle überholen.

Wie nah beieinander beide Teams sind, lest Ihr hier!