Schmadtke Stöger

Jetzt spricht Schmadtke: „Wir brauchen keine Auffüllmasse“

Ist das Problem bei Milos Jojic ähnlich gelagert?
Das glaube ich nicht. Milos kriegt die Performance, die er regelmäßig im Training zeigt, im Spiel nicht häufig genug auf den Platz transportiert.

Das klingt nach einer ähnlichen Situation wie bei Yuya Osako.
Schon, ja, wobei Yuya im Vergleich immer mehr gespielt hat. Auch in den Phasen, in denen er es nicht so leicht hatte.

Davon ist Milos Jojic weit weg.
Das stimmt. Das ist auch konkurrenzbedingt so. Und, weil es seine beste Position bei uns, die echte Zehn, nicht gibt.

Kontinuität. Freude. Charakterstärke

Herr Schmadtke, Sie mögen es ja gerne plakativ.
Ungemein, ja. Was gibt’s?

Welche drei Begriffe fallen Ihnen für den Effzeh im Jahr 2016 ein?
(überlegt) Kontinuität. Freude. Charakterstärke.

Was würden Sie im Jahr 2017 gerne noch hinzufügen?
Erfolg.

Was hat Sie beeindruckt in diesem Jahr beim 1. FC Köln?
Dass das Präsidium so geräuschlos für weitere drei Jahre mit einer überwältigenden Mehrheit wiedergewählt wurde. Und dass unsere Mannschaft mit dem Trainerteam in schwierigen Situationen immer wieder kreative Lösungen gefunden hat.

Dieses Unstete, dieses wenig Kontinuierliche ist etwas überraschend

Was hat Sie 2016 in der Bundesliga überrascht?
Dass wir ein verschobenes Bild haben. Es stehen einige Mannschaften oben wie unten, die man dort nicht erwartet hätte. Dieses Unstete, dieses wenig Kontinuierliche ist etwas überraschend.

Und was erwarten Sie mit Blick auf 2017, sagen wir mal, bis zum Sommer?
Es sieht so aus, als ob dieses neu geschaffene Bild zumindest in dieser Saison so bleiben wird. Dieses interne Ranking, das man so im Kopf hat, ist ein bisschen durcheinander gewürfelt worden. Das ist bei dem einen oder anderen Klub wirklich überraschend.

Der zweite Teil des großen Schmadtke-Interviews erscheint am 28. Dezember beim GEISSBLOG.KOELN!