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Jojic glänzt im Training: "Er redet nicht viel, arbeitet gut"

Er grätschte, kämpfte, schoss und zeigte, dass mit ihm zu rechnen ist. Nur die Frage, wann mit ihm zu rechnen ist, blieb weiter offen. Milos Jojic ist auf Formsuche, deutete am Dienstag im Training aber zumindest wieder an, was er leisten könnte. Den Druck hat man ihm beim 1. FC Köln vorerst genommen. Geblieben ist der Druck, den sich der Serbe selbst macht.

Köln – Ein Freistoß streicht nur knapp über das Tor, dafür landen kurze Zeit später zwei trockene Schüsse im Netz von Daniel Mesenhöler. Milos Jojic nutzt das Trainingsspiel auf dem Dreiviertel-Feld für Eigenwerbung. Mehrfach lobt ihn Trainer Peter Stöger lautstark, spornt den 23-Jährigen an. Hinterher sagt der Österreicher: „Milos stellt sich der Situation. Er redet nicht viel, sondern arbeitet gut.“

Fehlende Spielpraxis, fehlende Fitness

Sie wollen ihn so schnell wie möglich hinbekommen, den technisch hoch veranlagten Mittelfeldspieler, der eigentlich als kreativer Eckpfeiler in der neuen Spielidee Stögers vorgesehen war. Doch Jojic kam ohne Spielpraxis von Borussia Dortmund. Zudem hatte er während der frustrierenden Zeit beim BVB falsch trainiert, kam unbeweglich und langsam nach Köln.

Der 1. FC Köln besiegt Stoke City mit 2:1.

Milos Jojic im Testspiel gegen Stoke City. (Foto: MV)

Die fußballspezifische Fitness muss er nun erst wiedererlangen. Das dauert Zeit. Die bekommt er vom Trainerteam des FC und von Sportchef Jörg Schmadtke. Der Geschäftsführer sagte kürzlich der „Bild“: „Jetzt Druck zu machen, hilft nicht. Wir müssen ihm helfen und zeigen, was wir verlangen. Ich bin nicht enttäuscht. Er hat Qualitäten, die uns helfen können.“ Stöger ergänzte am Dienstag: „Der eine braucht länger, der andere kürzer. Eine ganz normale Entwicklung im Fußballerleben.“

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