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Europa ist nicht verboten: Klimawandel in der Torflaute

Drei Jahre lang herrschte beim 1. FC Köln eine gelungene Mischung aus einem selbstbewussten, aber nicht arroganten Anspruch, wieder Teil der Bundesliga sein zu wollen, und einer heilsamen Demut, die am Geißbockheim für ein neues Klima gesorgt hatte. Der gute Saisonstart in die zweite Bundesliga-Saison hat nun aber für einen Klimawandel gesorgt. Trainer Peter Stöger sagt zwar: „Wir sagen nicht, wir wollen nicht in die Europa League.“ Andererseits irritiert eine Torflaute das Umfeld.

Köln – Dominic Maroh brachte es auf den Punkt: „Wir sollten so schnell wie möglich wieder ein Tor schießen. Die Zuschauer lechzen danach. Und auch wir Spieler wollen wieder in einer Traube zusammen feiern.“ Das Gefühl, wie in Leverkusen auf eine Fankurve in Ekstase zuzulaufen und einen Sieg zu feiern – das wollen die Geissböcke am Samstag gegen den FC Augsburg wieder spüren. „Man muss die Gier sehen auf dem Platz“, forderte Maroh. Dann, so der Derby-Helb von Leverkusen, werde auch das Publikum zufrieden sein.

Diese Gier hatte nicht nur Maroh beim 0:0 in Darmstadt vermisst. „Das war vielleicht nicht der Fall“, so der 28-Jährige. Defensiv stehe man gut und nun leide auch eigentlich nicht mehr die Attraktivität im Kölner Spiel, so Maroh. „Aber viel schönes gab es deswegen zuletzt nicht zu sehen.“ Drei 0:0 in den letzten vier Spielen, sechs der sieben letzten Partien blieb der FC ohne eigenen Treffer.

Schon spürt man im Umfeld das Phänomen, dass niemand so genau weiß, wie er gerade über die Lage des FC denken soll: Hätten die Spieltage 9 bis 14 nicht mitten in der Saison so stattgefunden, sondern zu Saisonbeginn, hätte der FC mit erzielten sechs Punkten und nur zwei Treffern ohne Zweifel eine erste Krise zu bewältigen. Weil die Geissböcke aber bekanntlich den besten Saisonstart seit 19 Jahren auf den Rasen brachten, steht der FC nach 14 Runden mit 20 Punkten und zehn Zählern Vorsprung auf die Abstiegsränge so komfortabel da wie wohl kaum ein FC-Fan vor der Saison gehofft hatte.

Weiterlesen – Stöger stinkt die Kritik und hofft auf einen „super Frühling“

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