In Berlin schießt Vedad Ibisevic den 1. FC Köln mit zwei Toren ab. (Foto: SW)

Hertha BSC zeigt, wo der Effzeh schon stehen könnte

“Sie haben gegen uns den reiferen Eindruck gemacht. Wir hatten auch unsere Möglichkeiten, aber Ibisevic macht die Tore”, sagte Peter Stöger kürzlich im “Doppelpass” bei “Sport1” im Rückblick auf das Spiel in Berlin. Der Aufschwung der Berliner hat für ihn einen einfachen, aber nicht hoch genug einzuschätzenden Grund: “Die Erfahrung tut dieser Mannschaft gut. Sie holen aus ihren Möglichkeiten alles raus.” Die Hertha sei nicht fahrlässig mit ihren Torchancen umgegangen, wie der FC dies über viele Wochen durchlebt habe. “Wir hatten viele Möglichkeiten, die wir nicht verwertet haben. Wir hätten auch Spiele gewinnen können.”

Eiskalt, intelligent, abgebrüht

Das aber hatten die Kölner zwischen dem neunten und 16. Spieltag bis auf das Derby in Leverkusen verpasst. In Spielen wie gegen Hannover, Hoffenheim, Darmstadt und Mainz schenkte der FC Punkt um Punkt her, nicht nur, weil die Schiedsrichter den Kölnern wenig hold waren. Auch, weil der FC-Angriff jede Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ. Ganz im Gegensatz zu Ibisevic und Kalou. “Bei den zwei Jungs fällt das auf, die sind eiskalt. Die haben ihre Möglichkeiten und nutzen sie.” Gerade ein Spieler wie Ibisevic spiele nicht immer fair. “Aber das ist manchmal auch intelligent, abgebrüht.”

Der 1. FC Köln verliert mit 0:2 gegen Hertha BSC mit Mitchell Weiser. (Foto: SW)
Hertha BSC mit Mitchell Weiser. (Foto: SW)

Die Hertha hat sich unter Dardai entwickelt. Defensiv steht der Hauptstadtklub sicher, stellt mit 18 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga. Selbst der FC Bayern drohte am Berliner Beton zu verzweifeln. Offensiv können neben den beiden Tormaschinen aus München und Dortmund nur die Gladbacher dem Rentner-Sturm etwas vormachen.

Hertha eine Macht gegen die Kellerkinder

Hinzu kommt die eindrucksvolle Heimstärke (sechs Siege aus acht Spielen) und noch ein weiterer, entscheidender Unterschied zum 1. FC Köln: Die einzigen Spiele, die Hertha in dieser Saison verloren hat, war gegen Bayern, Gladbach, Schalke, Wolfsburg und Dortmund. Insgesamt 23 ihrer 32 Punkte holten die Berliner gegen die neun Teams aus der zweiten Tabellenhälfte – also gegen jene Gegner, gegen die der Effzeh schwächelte. Zum Vergleich: Die Geissböcke nahmen aus den neun Spielen nur zehn Punkte mit.

Weiterlesen: Die Hertha ist dem Effzeh ein Jahr voraus

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