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Doppelter Doppelpack für Kölner Glückseligkeit

Der 1. FC Köln wird auch in der Saison 2016/17 in der Bundesliga spielen. Mit einem verdienten 4:1 (2:1)-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 sicherten sich die Geissböcke die nötigen drei Punkte, die noch zum Klassenerhalt gefehlt hatten. Anthony Modeste und Marcel Risse mit jeweils zwei Toren schossen den Effzeh zum Sieg.

Köln – FC-Trainer Peter Stöger hatte sein Team mit einer Viererkette (Sörensen, Maroh, Mavraj, Mladenovic) ins Rennen geschickt. Etwas überraschend fehlte dabei Dominique Heintz in der Startformation. Jonas Hector lief zusammen mit Kapitän Matthias Lehmann im defensiven Mittelfeld auf. Marcel Risse rückte ins rechte Mittelfeld und bildete zusammen mit Yannick Gerhardt die Flügelzange. Zudem stand Yuya Osako in der Startelf und durfte hinter Anthony Modeste agieren.

Modeste trifft, trifft und vergibt – Mladenovic patzt

Der Effzeh kam hervorragend in die Partie, besonders in der Offensive wirkte die Mannschaft agil und zielstrebig. Dass die Geissböcke allerdings so schnell in Führung gehen würden, hätten wohl nur die wenigsten gedacht. Bereits in der 4. Spielminute war es so weit: Lehmann und Osako spielten im Mittelfeld zunächst einen schönen Doppelpass, den Gerhardt mit einem präzisen Pass in die Gasse abschloss. Der Ball landete bei Modeste, der aus 14 Metern eiskalt zum 1:0 traf. Auch nach dem Führungstreffer spielte die Truppe von Peter Stöger weiter munter nach vorne und durch Osako (7.) und Modeste (8.) sogar auf 2:0 stellen müssen. Zunächst verpasste der Japaner nach scharfer Hereingabe von Risse das Tor. Dann war es Modeste, der frei vor Darmstadt-Keeper Mathenia auftauchte, den Ball zwar am Torwart vorbei legte, dieser aber noch vor der Linie von Caldirola geklärt wurde.

Vier Minuten später schwieg das Kölner Stadion: Mladenovic vertendelte im eigenen Sechzehner den Ball und Jerome Gondorf schob unbedrängt zum 1:1 ein. Ein kompletter Blackout des Serben, der dem bis zu diesem Zeitpunkt dominierenden Effzeh nicht nur die Führung, sondern kurzzeitig die Orientierung kostete. Es dauerte bis zur 26. Minute, ehe sich die Mannschaft von dem Schock erholte und wieder zu Chancen kam. Erst vergab Jonas Hector eine Kopfball-Chance (26.). Dann war es erneut Anthony Modeste, der eine dicke Möglichkeit liegen ließ: Nach einem Freistoß von der rechten Seite kam der Franzose wenige Meter vor dem gegnerischen Tor an den Ball, seinem Schuss fehlte es aber sowohl an Druck als auch an Präzision (34.). Doch nur eine Minute später machte er es besser: Nach einem langen Ball von Sörensen in den Lauf des französischen Torjägers, nahm dieser den Ball überragend an und ließ Mathenia mit seinem Abschluss keine Chance.

Dass es trotzdem nur 2:1 zur Pause stand, war einem unfassbaren Fehlschuss des Franzosen zu verdanken. Risse hatte sich über rechts herrlich durchgetankt, nach einem eigenen Schuss-Versuch seinen Stürmer mustergültig bedient – doch der Franzose schoss aus sechs Metern freistehend am Tor vorbei.

Weiterlesen: Die Tor-Gala des Marcel Risse

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