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Gab es schon Anfragen anderer Vereine, Herr Stöger?

Vielen imponiert, was Sie mit Jörg Schmadtke in Köln aufgebaut haben. Nach fünf Spieltagen stehen sie auf Rang drei. Viele träumen schon von Europa, sogar die Schlagzeile „Köln, der Bayern-Jäger“ hat es schon gegeben.
Ich freue mich für die Menschen, wenn sie an ihrem Klub Spaß haben. Aber rein sportlich ist das nach fünf Spieltagen natürlich schwierig. Fünf Spieltage vor Schluss wäre es schon interessanter. Aber wir wissen unsere Situation sehr realistisch einzuschätzen.

Mit elf Punkten liegen wir über dem, was man erwarten kann

Und die wäre?
Da muss man nur zusammenrechnen: Mit elf Punkten aus fünf Spielen liegen wir sicher über dem, was man erwarten kann. Aber es ist erfreulich, dass wir noch besser als in den letzten beiden Jahren gestartet sind.

Jörg Schmadtke hat gesagt: „Unsere Träume sind nicht weit von denen der Fans entfernt.“ Unterscheiden sich die Träume lediglich darin, wie schnell sie sich erfüllen könnten?
Ich weiß nicht, wovon er träumt. Das sagt er mir ja nicht. (lacht) Aber ernsthaft, es geht jede Woche um das Endprodukt aus Toren und Punkten. Es gibt Leute, die meinen, wir müssten mit der Mannschaft noch mehr rausholen. Und es gibt Leute, die glauben, wir hätten letzte Saison eigentlich zehn Punkte schlechter stehen müssen. Das sehe ich nicht so, aber jeder soll werten, wie er es selbst sieht. Wir sagen: Das war bislang sehr gut, und wir wollen das, was wir letzte Saison geschafft haben, wieder schaffen. Oder vielleicht ein bisschen mehr.

Klopp hatte sieben Jahre, andere Kollegen haben nur vier Wochen

Sie sprechen gerne von Fantasie, wenn es um die Entwicklung Ihrer Spieler geht. Was ist mit der Fantasie für ihre eigene Zukunft? Wie weit denkt der Mensch Peter Stöger in die Zukunft?
Ich habe ein klares Bekenntnis zum FC gegeben, weil ich die Hoffnung habe, dass wir uns weiterentwickeln wollen. Aber wenn ich in eine Saison gehe, zählt nicht, was in drei Jahren sein könnte. Meine Fantasie bezieht sich auf das nächste Spiel, auf die Bayern als unsere nächste Aufgabe, dann auf die Länderspiel-Pause, auf Ingolstadt. So arbeiten wir als Trainerteam mit der Mannschaft von Woche zu Woche. Ich sehe das aber nicht als Belastung. So geht es drei Jahre, vielleicht sieben Jahre, wie lange auch immer. Jürgen Klopp wird nicht in Dortmund begonnen und sich gefragt haben, wann er Meister wird. Er hatte sieben Jahre, andere Kollegen haben nur vier Wochen.

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1 Antwort
  1. Alex says:

    Das „Dreigestrin“ Schmadte, Wehrle und Stoeger haben den FC endlich wieder in serioese sportliche und auch finanzielle Fahrwasser gebracht. Es ist natuerlich denkbar, dass die Fans, im Falle einer Pechstraehne, wohlmoeglich Stoeger nicht mehr stuetzen wuerden. Einige moegen ihn auch fuer den, langfrsitig, falschen Trainer halten. Die Meinungne gehen da eben auseinander. Ich persoenlich schaetze Stoeger und der Gedanke, mit ihm so eine Art, Ferguson oder Wenger des FC zu kreieren ist mehr als verlockend. Anscheinend laeuft es derzeit so gut beim FC weil da eben eine langfristigere Planung und Entwicklung zugelassen wurde. Nicht umsonst haben viele SSpiele ihre Vertraege verlaengert, nicht um unsosnt hat Stoeger bis 2020 unterschrieben. Dieser Prozess zeigt, dass der Kader, die Spieler vertrauen zueinander und zum Trainer haben und umgekehrt. Leider ist der moderne Fussball gar nicht mehr so. Es geht um viel Geld und schnelle Erfolge. Wenn man nach England schaut gruselt es einen ein wenig. Aber auch hier gibt es kaum noch Mannschaften, denen die Zeit gegeben wurde zu wachsen. Da gibt es kaum Spieler, welche die Ruhe bekommen sich zu entwickeln. Das Ergebniss genau dieser Arbeit sieht man aber z.Z. beim FC. Ich hoffe, dass diese Entwicklung weiter positiv gedeihen wird, am Besten und am Liebsten unter und mit Stoeger.

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