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Mehr Pokal, keine Relegation? Schmadtke kritisiert Verband

Einen DFB-Pokal mit 182 Mannschaften über acht Runden? Was klingt, wie ein schlechter Witz, soll Realität werden. Darüber hinaus hat die Diskussion über das Abschaffen der Relegation wieder Fahrt aufgenommen. Entwicklungen, die zwiespältig gesehen werden – auch beim 1. FC Köln.

Köln – Im Zuge der Vertragsverlängerungen von Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle ging Mitte der Woche am Geißbockheim etwas unter: Der Deutsche Fußball-Bund scheint den DFB-Pokal revolutionieren zu wollen. Das zumindest berichtet die „Sport Bild“ umfangreich mit einem detaillierten Plan, der bereits in den kommenden Wochen vorgestellt und ab der Saison 2018/19 umgesetzt werden soll.

Pokal-Revolution? Ahnungslosigkeit in der Bundesliga

Gleichzeitig fabuliert DFB-Präsident Reinhard Grindel über eine erweiterte Relegation zwischen Regionalligisten und potentiellen Drittliga-Absteigern. Jens Todt vom HSV dagegen wirbt für die Abschaffung der Relegation zwischen Bundesliga und Zweiter Liga. Alles in einer Woche, alles höchst fragwürdig, alles höchst vage durchdacht und alles höchst emotional. Im Mittelpunkt soll natürlich nur das hohe Gut Fußball stehen. Doch daran gibt es immer mehr Zweifel.

Auch beim 1. FC Köln, wo sich Jörg Schmadtke dieser Tage verwundert die Augen rieb, während er der Berichterstattung folgte. Nicht nur, weil sein Vizepräsident Toni Schumacher die Verlängerung seines Vertrags bis 2023 ausplauderte. Auch, weil in Sachen DFB-Pokal-Revolution bislang geräumige Ahnungslosigkeit in der Bundesliga herrscht. Denn über die Pläne informiert worden sind die Erstligisten noch nicht.

Zwischen DFB und der DFL ist einiges nicht ganz klar

„Es hat mich schon überrascht, wenn das schon so weit sein sollte“, sagte Schmadtke dem GEISSBLOG.KOELN und kritisierte die Verbände für ihre Art der Kommunikation. „Zwischen dem DFB und der DFL ist gerade einiges nicht ganz klar. Das ist mir zu viel Öffentlichkeit für Themen, die ich für zu wichtig erachte.“ Statt hinter verschlossenen Türen zunächst über solche weit greifenden Veränderungen zu sprechen, erfuhr der FC-Geschäftsführer aus den Medien über den Pokal-Plan.

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3 Kommentare
  1. Nick
    Nick says:

    Ich finde das prinzipiell gut. Das ist für die kleinen Vereine doch eine tolle Sache. Man muss dann aber diskutieren, ab welcher Runde die Zweitliga-und Erstliga-Mannschaften eintreten, damit hier das Belastungs-und Verletzungsrisiko nicht zu groß wird.

    Es ist ja immerhin ein Verbandspokal und da sollten schon mehr als 64 Teams die Chance haben daran teilzunehmen. Wenn man die Teilnehmer der ersten, zweiten und dritten Liga abzieht, bleiben ja gerade 24 Mannschaften übrig, dann nehmen die Pokalsieger der 21 Regionalverbände teil – bleiben noch 3 Teams übrig…wenn man alleine sieht, was für traditionsreiche Mannschaften alle in der dritten Liga spielen und da nehmen dann nur die ersten 4 Teil, ist das doch recht wenig…die könnten ja auch mal ein paar Zusatzeinnahmen gut gebrauchen…obs dann direkt 182 Teilnehmenr sein müssen, ist die andere Frage…

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