, ,

Stöger: „Es wird keinen radikalen Umbruch geben“

Peter Stöger hat sich nach dem 3:1-Sieg des 1. FC Köln bei Hertha BSC ausführlich zum Abschied von Jörg Schmadtke geäußert. Der Trainer der Geissböcke schilderte, wie er die Gespräche am Montag erlebte, was sich nun ändert, wie die Transfers angegangen werden und wie er die Suche nach einem Nachfolger sieht.

Berlin – Das sagte Stöger über…

…die Gespräche am Montag:

„Ich war bei den Gesprächen nicht dabei, habe Jörg (Schmadtke) vor dem Training gesehen, da hat er nichts gesagt. Dann habe ich ihn in der großen Runde mit dem Präsidium wiedergesehen, da hat er auch nichts mehr gesagt. Er ist anschließend vom Trainingsgelände gefahren. Ich habe überlegt ihn anzurufen, aber ich dachte: Er wird einen Grund haben, warum er die Entscheidung jetzt gerade nicht mit mir diskutieren möchte. Deswegen wollte ich ihn auch nicht nerven. Es passieren eben auch mal Dinge, die man nicht erwartet.“

Habe mich schon gefragt, ob es meine Person betreffen würde

…das Gefühl, ob es ihn treffen könnte:

„Alex Wehrle kam eine halbe Stunde vorher zu mir und fragte, ob ich später Zeit hätte. Klar hatte ich Zeit, aber ich habe mich schon gefragt, ob es meine Person betreffen würde. Dann habe ich mir gedacht: Wenn er fragt, ob ich Zeit hätte, wird es vielleicht doch nicht um mich gehen. Ansonsten hätte er wohl gesagt, ich solle mir die Zeit nehmen. Es war trotzdem kein komisches Gefühl, weil ich schon lange im Geschäft bin. Mit zwei Punkten kann ich nicht von Gott und der Welt verlangen, weiter den Trainerjob machen zu dürfen. Das wäre das Normalste der Welt gewesen.“

…die Auswirkungen auf die tägliche Arbeit:

„Die sportliche Gruppe ist kleiner geworden, wir haben einen wichtigen Faktor verloren. Aber momentan ändert sich für mich gar nichts. Die Mannschaft muss funktionieren. Wir haben bis zur Länderspielpause alle drei Tage ein Spiel. Alles reduziert sich jetzt auf die klassische Trainertätigkeit.“

Es wird sicher nicht alles in der Mülltonne landen

…die Transferplanungen für den Winter:

„Wir werden uns zusammensetzen, um darüber zu reden, was für uns im Winter in Sachen Transfers Sinn machen könnte. Es wird keinen radikalen Umbruch geben. Der Markt wird sehr schwierig sein. Wir müssen schauen, wie wir im Winter dastehen werden. Was hilft uns kurzfristig weiter? Was ist vielleicht auch perspektivisch sinnvoll? Es wird sicher nicht alles in der Mülltonne landen, was Jörg vorbereitet hat.“

…die Suche nach einem Nachfolger:

„Für die Nachfolge von Jörg Schmadtke gibt es keinen Zeitpunkt. Das muss ganz einfach passen. Wir sollten die Zeit aussitzen, wenn es erst in ein paar Monaten eine Lösung geben sollte. Den Winter werden wir hinkriegen. Das schaffen wir. Es geht um die richtige Entscheidung, nicht um die schnelle.“

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar