,

Von Platz 2 auf 18 – aber FC weiß, wie man sich rettet

Durch den Katastrophen-Start in die Saison 2017/18 hat der 1. FC Köln einen neuen Negativ-Rekord aufgestellt. Doch die Kölner selbst sind es, die bereits vorgemacht haben, wie man sich aus einer solchen Situation wieder befreit und dem Abstieg entgeht. 

Köln – Dass die Saison, in der die Geissböcke erstmals seit 25 Jahren wieder die europäische Fußballbühne betreten durften, keine leichte werden würde, war den meisten Menschen am und um das Geißbockheim herum bewusst. Dass nach sieben Spieltagen allerdings der schlechteste Start der Vereinsgeschichte zu Buche stehen würde, damit hätten wohl selbst die schärfsten Kritiker nicht gerechnet.

Effzeh harmloseste Mannschaft aller Zeiten

Nach sieben gespielten Runden haben die Kölner nur einen Punkt auf dem Konto und erst zwei Tore erzielt. Eine schlechtere Mannschaft gab es zu diesem Zeitpunkt in der Bundesliga noch nie. Der Vergleich zur Vorsaison ist erschreckend: In der Saison 2016/17 standen die Geissböcke zum gleichen Zeitpunkt der Saison direkt hinter dem FC Bayern auf dem zweiten Tabellenplatz, hatten nach vier Siegen und drei Unentschieden sagenhafte 15 Zähler auf dem Konto. Die triste Realität ein Jahr später bringt viele Effzeh-Anhänger an den Rande der Verzweiflung: Tabellenplatz 18, null Siege, ein Unentschieden und sechs Niederlagen. In der Vorsaison führte im Übrigen Anthony Modeste die Torschützenliste mit sieben Treffern an und hatte damit bereits fünf Tore mehr auf dem Konto als die gesamte Kölner Mannschaft heute.

Blickt man allerdings in die Geschichtsbücher, findet man erstaunliche Parallelen zur Saison 1992/93. Der Effzeh hatte sich nur wenige Monate zuvor für den UEFA-Cup qualifiziert, es sollte das letzte Mal in den kommenden 25 Jahren werden. Doch trotz der Qualifikation für Europa startete der Effzeh katastrophal – und stand mit nur einem Punkt nach sieben Spielen genauso schlecht da wie heute. Am Ende der Saison feierte der Effzeh trotzdem den Klassenerhalt. Die Geissböcke wurden nach 34 Spieltagen mit (auf Drei-Punkte-Regel umgerechneten) 40 Zählern sogar noch Zwölfter. Ob das Team von Trainer Peter Stöger in dieser Saison auf den Horror-Start einen ähnlich positiven Ausgang folgen lassen kann?

Osakos Tor als Brustlöser?

Ein weiterer Mutmacher für die wichtigen Spiele gegen Stuttgart und Bremen nach der Länderspielpause ist der Treffer von Yuya Osako gegen RB Leipzig. Zwar änderte das Kopfballtor des Japaners nichts mehr an der sechsten Niederlage, dennoch konnte der Effzeh nach 522 erfolglosen Pflichtspielminuten endlich einmal wieder jubeln. Auch Timo Horn sagte nach dem Spiel erleichtert: „Das Tor hat gut getan und gezeigt, dass wir es noch können.“ Vielleicht kann der Effzeh zumindest dieses kleine Erfolgserlebnis als Aufschwung nutzen und sich in den kommenden Wochen endlich für seinen Aufwand belohnen.

1 Antwort

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar