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Sörensen verbessert: Löst die Dreierkette das Rechtsverteidiger-Problem?

Beim 1:1 (1:1) gegen Hannover 96 zeigte der 1. FC Köln zwar kein gutes Spiel – dennoch war es eine deutliche Leistungssteigerung zum 2:4 in Frankfurt. Offensiv fehlte etwas die Durchschlagskraft, die Abwehr zeigte sich hingegen stabiler als zuletzt. Auch aufgrund der Systemumstellung?

Köln – In den beiden Spielen gegen Dortmund und Frankfurt kassierte der Effzeh zuletzt sieben Gegentore. Deutlich zu viele, vor allem wenn es darum geht, Spiele zu gewinnen. Gegen Hannover entschied sich Trainer Stefan Ruthenbeck für die Umstellung auf eine Dreierkette mit Dominique Heintz, Jorge Meré und Frederik Sörensen. Köln ließ zwar 15 Torschüsse zu, doch es blieb bei nur einem Gegentor. Und insbesondere Sörensen zeigte sich in seiner neuen (alten) Rolle deutlich verbessert.

Fehlende Alternativen

Zuletzt konnte man den Eindruck gewinnen, dass Frederik Sörensen einzig deswegen Woche für Woche auf dem Platz steht, weil Ruthenbeck aktuell keine Alternativen für die rechte Abwehrseite zur Verfügung stehen. Trotz durchwachsener Auftritte stand der Däne regelmäßig in der Startelf.

Pawel Olkowski spielt unter Ruthenbeck überhaupt keine Rolle. In diesem Jahr stand der Pole noch gar nicht Kader. Auch Lukas Klünter befindet sich aktuell in einem Tief und schaffte es zuletzt nicht mehr in das 18er-Aufgebot. Aufgrund des langen Ausfalls von Marcel Risse musste Sörensen rechts hinten einspringen: Offensiv mit Ausnahme seiner Kopfballstärke mit wenigen Akzenten, defensiv nicht immer sattelfest. In Frankfurt zeigte der Däne eine äußerst schwache Leistung. Gegen Hannover stand der 25-Jährige aber wieder sicherer.

Haben deutlich besser Verteidigt

Wohl auch, weil ihn Ruthenbeck als Innenverteidiger aufgestellt hatte. Zusammen mit Meré und Heintz bildete Sörensen eine Dreierkette. Bei Ballbesitz des Gegners schoben Jonas Hector auf links und Marcel Risse auf rechts mit zurück – und formierten so eine Fünferkette. Nichtsdestotrotz ließ die Abwehr Chancen zu. Die quirligen Ihlas Bebou und Felix Klaus stellten die Verteidigung immer wieder vor Probleme. Dennoch hielt die Defensive dem Dauerdruck von Hannover Ende der ersten Halbzeit stand.

Stefan Ruthenbeck sah ebenfalls, dass der Effzeh mit dem “hohen Pressing” der Hannoveraner Probleme hatte. So hätte 96 das Spiel aufgrund der “hochkarätigen Chancen schon in der ersten Halbzeit entscheiden können”, sagte Ruthenbeck nach dem Spiel. Doch insbesondere im zweiten Durchgang ließ Köln kaum noch Chancen zu: “Die Konter in der zweiten Halbzeit haben wir deutlich besser verteidigt”, so der FC-Trainer.

Auch Risse profitiert

Auch Marcel Risse kam die System-Umstellung deutlich entgegen. Der eigentliche Rechtsaußen konnte sich auf der rechten Seite immer wieder ins Angriffsspiel einschalten und die Angreifer mit punktgenauen Flanken fütterten – so wie in der 94. Minute. Defensiv unterstütze er Sörensen zwar immer wieder, doch seine offensiven Qualitäten konnte der 28-Jährige so mehr ins Spiel einbringen, denn als reiner Rechtsverteidiger.

Für das Spiel gegen Hannover konnte Ruthenbeck so die Baustelle der rechten Außenbahn schließen. Ob das am Sonntag gegen Leipzig auch der Fall sein wird, hängt wohl stark davon ab, ob sich der Trainer erneut für ein solches System entscheidet, oder ob er gegen RB wieder mit einer Viererkette – und Sörensen als Rechtsverteidiger spielen lassen wird.

3 Kommentare
  1. Jan Weber says:

    Das Problem bei der Dreierkette ist doch das der FC in dieser Formation überhaupt nicht in der Lage ist einen vernüftigen Spielaufbau zu starten. Ich würde eher mal J. Horn als Rechtsverdeidiger aufstellen. Sörrensen ist für m ich ein klassischer IV.

  2. Paul Paul says:

    Die Abwehr bekommt auch viel Druck, weil das Mittelfeld den Ball nicht kontrollieren kann. Koziello hat im Gegensatz zu Jojic das Potential, dort auch einmal das Spiel zu machen und den Ball zu besitzen, damit sich die Abwehr formieren kann. Hoffentlich begreift der Trainer das und lässt ihn von Anfang an spielen. Er neigt leider dazu, zu viele Ideen zu haben, die dann auf dem Platz nicht greifen, weil Spieler wie Jojic oder Zoller nicht in der Lage dazu sind, sie umzusetzen.

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