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Internat ist dicht: Das passiert jetzt mit den FC-Talenten

Das Sportinternat Köln im Schatten des RheinEnergieStadions beherbergt normalerweise bis zu 24 Nachwuchsspieler des 1. FC Köln. Doch nun musste es aufgrund der Coronavirus-Pandemie schließen. Die FC-Talente und anderen Nachwuchssportler mussten zu ihren Familien nach Hause. Doch nicht bei allen war das möglich.

Köln – Insgesamt 50 Plätze umfasst das Sportinternat Köln. Es liegt im Sportpark Müngersdorf zwischen Stadion und Sporthochschule. Das Internat wird vom 1. FC Köln, dem Olympiastützpunkt Rheinland und den Kölner Haien betrieben. Junge Sportler aus unterschiedlichen Sportarten – vom Fußball über Eishockey bis hin zu Turnen und Judo – leben in den Räumen, die nun aufgrund des Coronavirus‘ geschlossen werden mussten. Die Talente mussten nach Hause geschickt werden.

„Unsere Mitarbeiter mussten schnell reagieren, weil wir für alle Jugendlichen eine gute Lösung finden mussten. Das hat sehr gut geklappt“, erklärte Matthias Heidrich, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des 1. FC Köln dem GEISSBLOG.KOELN. Der FC stellt mit bis zu 24 Talenten die größte Gruppe an Sportlern im Internat. Zuletzt waren aber nicht alle Zimmer von den Geissböcken belegt, nachdem Noah Katterbach, Jan Thielmann und Sebastian Müller (wechselte zu Arminia Bielefeld) ausgezogen waren. Dennoch mussten die NLZ-Mitarbeiter teils kreative Lösungen für die FC-Bewohner finden.

Wydra in Österreich, Gastfamilie für Hwang

Philipp Wydra, das österreichische Supertalent aus der Kölner U17, konnte nach Wien zurück zu seiner Familie geschickt werden. Bei Jae-Hwan Hwang war dies allerdings möglich gewesen. Der 18-jährige Südkoreaner war erst im Januar aus seiner Heimat zur U19 der Geissböcke gewechselt. Zwar hätte er für die Zeit der Trainings- und Spielpause aufgrund des Coronavirus‘ nach Südkorea zurückkehren können. Doch aufgrund der auch dort grassierenden Pandemie hätte er eine rechtzeitige Rückreise nach Deutschland für den Fall der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs nicht garantieren können. So musste der FC eine andere Lösung finden und brachte den 18-Jährigen über die Koreanische Gemeinschaft vorübergehend bei einer südkoreanischen Gastfamilie unter. Andere Spieler wie Robert Voloder, Sava Cestic oder Max Hagemoser konnten zu ihren Familien zurückkehren.

Wann es für den Nachwuchs des 1. FC Köln mit dem Training weitergeht, steht ebenso in den Sternen wie für die Profis der Geissböcke. Heidrich und seine Mitarbeiter stehen zwar täglich über Video-Konferenzen in Kontakt. Aktuell sind sie aber ebenso wie alle anderen Klubs und sportlichen Bereiche den gesundheitspolitischen Vorgaben der Behörden ausgeliefert. Ein Ende ist noch nicht absehbar.

7 Kommentare
    • Kilian Klein says:

      Niemand braucht versuchen dich davon zu überzeugen, ob Jens Spahn nun ein guter, oder ein schlechter Gesundheitsminister ist. Auch ich hab da meine Meinung.
      Aber sowas gehört nicht hier hin.

      Wenn du Rücktritte forderst, dann doch bitte von irgendwem, der irgendwie im Fußball integriert ist. Danke.

  1. standmattes says:

    Geht’s noch?
    Aber so einen Quatsch hier rein zu posten, das hat schon was von geistigem Dünnschiss.
    Die Politiker sind wie sie sind, versuchen aber bestimmt, Ihren Job so gut wie möglich zu machen.
    Einen speziell hier an den Pranger zu stellen, ist schon lächerlich.
    Außerdem ist da hier ein FC-Forum.
    Einfach nichts schreiben, wenn man keine Ahnung hat.

  2. Klio says:

    Der Unterschied zwischen Deutschland und Südkorea ist vor allem, dass man dort wohl disziplinierter auf behördliche Vorgaben reagiert. Dass weniger hinterfragt wird, kann Nachteile haben, aber in einer Situation wie jetzt macht es einiges leichter. Denn hier kommt es eher auf uns alle an und weniger auf einzelne Politiker.

    Anscheinend haben es jetzt auch die meisten der „Ich weiß alles besser“- und der „Ich lass mir nichts verbieten“-Kandidaten verstanden. Das lässt hoffen.

    Für Hwang scheint das doch eine sehr gute Lösung zu sein: sprachlich ein wenig Heimatgefühl und .Familienanbindung. Als 18-Jähriger in so einer Situation auf einem anderen Kontinent – das ist sicher nicht einfach.

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