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Trotz Abstieg: Rinast und Beckmann bleiben FC treu


Nach dem Abstieg in die Zweite Bundesliga treibt die Frauenabteilung des 1. FC Köln ihre Planungen für die kommende Saison voran. Nachdem die Kölnerinnen bereits vor dem feststehenden Abstieg ligaunabhängige Neuzugänge vorstellen konnten, haben sich nun auch zwei Leistungsträgerinnen der abgelaufenen Saison zum FC bekannt. 

Köln – Eigentlich hatte sich der 1. FC Köln im Sommer 2019 mit den Verpflichtungen von Rachel Rinast und Eunice Beckmann gute Chancen auf den Klassenerhalt ausgerechnet. Am Ende klappte es zum dritten Mal in Folge jedoch knapp nicht. Am letzten Spieltag stand aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem MSV Duisburg der erneute Abstieg aus der Bundesliga für die Frauenmannschaft der Geißböcke fest. Trotzdem zählten Rinast und Beckmann in der abgelaufenen Saison zu den Leistungsträgerinnen im Team von Trainer Sascha Glass. Umso erfreulicher ist es für den FC, dass sich beide Spielerinnen trotz Abstieg zum Verein bekannt haben und ihre Verträge um zwei weitere Jahre verlängert haben.

Mit dieser Entscheidung bin ich nicht glücklich geworden

Rinast spiele bereits zwischen 2010 und 2012 sowie von 2013 bis 2016 mit dem Geißbock auf der Brust. Im Sommer letzten Jahres kehrte die schweizerische Nationalspielerin zum FC zurück und stand in der vergangenen Saison 20 Mal auf dem Platz. Der Außenbahnspielerin gelangen dabei drei Treffer. Besonders wichtig waren dabei die Tore in der Nachspielzeit zum 1:0-Sieg gegen die SGS Essen sowie gegen den FF USV Jena, auch wenn es am Ende nicht zum Klassenerhalt reichte. Nach dem Abstieg der FC-Frauen im Jahr 2016 verließ Rinast den Verein. Dieses Mal geht die 29-jährige die Mission Wiederaufstieg aber mit an. „Der 1. FC Köln ist für mich eine Heimat geworden. Ich habe hier immer sehr großen Rückhalt und Vertrauen gespürt. Ich habe in meiner Karriere für mehrere Clubs gespielt, aber die Wertschätzung habe ich in dieser Form noch nirgendwo erlebt. Beim letzten Abstieg hatte ich den FC verlassen, um meine Europameisterschaftsteilnahme nicht zu gefährden. Mit dieser Entscheidung bin ich aber nicht glücklich geworden. Auch deshalb ist es für mich wichtig hier zu bleiben und zu helfen, den FC wieder in die Bundesliga zu führen“, erklärte Rinast ihre Entscheidung. Trainer Sascha Glass freute sich über die Verlängerung seiner Spielerin und zeigte sich voll des Lobes: „Rachels Einstellung ist bewundernswert. Bei ihr weiß ich als Trainer immer, wenn ich sie auf den Platz schicke, dass sie einhundert Prozent gibt und sich für den Erfolg zerreißt. Sie ist einfach ein guter Typ, eine wichtige Säule der Mannschaft und ist in einer schwierigen Phase nach dem Restart der Bundesliga vorangegangen. Wir wissen, dass wir uns auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga auf sie verlassen können.“

Auch Beckmann bleibt bis 2022

Schon am Dienstag gab der FC die Verlängerung von Angreiferin Eunice Beckmann bekannt. Die Stürmerin kam im Sommer 2019 aus Madrid in die Domstadt und traf in 19 Einsätzen vier Mal. Auch Beckmann verlängerte ihren Kontrakt um zwei weitere Jahre bis 2022 und will somit dabei helfen, den dritten Abstieg zu reparieren. „Ich fühle mich beim FC sehr wohl, deswegen war es für mich keine Frage, dass ich dem Club treu bleibe. Wir sind in der vergangenen Saison leider unglücklich abgestiegen, jetzt möchte ich meinen Teil dazu beitragen, damit es direkt wieder nach oben geht. Der Frauenfußball hat hier eine große Zukunft, deswegen schaue ich optimistisch nach vorne“, zeigte sich die 28-jährige überzeugt vom Konzept des FC. „Wir freuen uns, dass wir Eunice bei uns halten können. Ihre Tempodribblings und ihre Eins-gegen-Eins-Fähigkeiten werden ein wichtiger Faktor in der 2. Bundesliga sein, in der wir aktiven und offensiven Fußball spielen möchten. Sie ist ein belebendes Element in unserem Spiel und wird uns helfen, unsere Ziele zu erreichen“, sagte Glass zur Verlängerung von Beckmann.

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