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Katterbach auf der Bank: „Eine schwierige Situation“


Noah Katterbach ist bislang einer der Verlierer der noch jungen Bundesliga-Saison beim 1. FC Köln. Der 19-jährige hat seinen Stammplatz zunächst an Jannes Horn verloren. Der Linkverteidiger verletzte sich in der Vorbereitung zu einem unglücklichen Zeitpunkt, allerdings hatte er vorher nur selten überzeugt. Jetzt muss er den ersten Dämpfer in seiner Karriere überwinden.

Köln – Erst eine einzige Bundesliga-Minute hat Noah Katterbach in dieser Saison auf der Uhr, die Schlussminute am ersten Spieltag gegen Hoffenheim. Danach saß Katterbach dreimal über 90 Minuten nur auf der Bank. Viel zu wenig für die ambitionierten Linksfuß, der in der letzten Saison zum Stammspieler geworden war. Jannes Horn jedoch hat Katterbach den Rang abgelaufen, und das nicht einmal mit überragenden Leistungen. Eine anständige Vorbereitung und durchschnittliche Leistungen zu Saisonbeginn reichten Horn bislang aus, um seinen Platz zu verteidigen.

Keine einfache Situation für Katterbach, der jüngst zugab, im Frühjahr durch die Corona-Pandemie aus dem Gleichgewicht gekommen zu sein. „Nach der Corona-Pause bin ich gefühlt in ein Loch gefallen“, sagte Katterbach zuletzt im Express. „In den Spielen und auch im Training habe ich mich nach falschen Entscheidungen zu sehr hinterfragt. Vieles war Kopfsache. Da will ich mich jetzt wieder rauskämpfen und ich finde, dass ich auf einem guten Weg bin.“ Doch auch in Stuttgart dürfte Katterbach zunächst wohl nur auf der Bank sitzen. In einer Phase, in der Trainer Markus Gisdol Automatismen entwickeln will, wird er nur wenige Veränderungen in der Startelf vornehmen. Und triftige Gründe für einen Wechsel auf der Position sieht der FC-Coach aktuell nicht.

Bisher gab es keine Veranlassung hinten links etwas zu verändern

Katterbach hatte während der Corona-Pause seinen Vertrag bis 2024 verlängert. Doch mit der Verlängerung begannen die Probleme, die auch in der Vorbereitung zur neuen Saison anhielten. Dann verletzte sich Katterbach in Donaueschingen auch noch und konnte fast zwei Wochen nur dosiert trainieren. Das kostete ihn den Anschluss an den Platz, den er eigentlich gerne bereits zu Saisonbeginn erkämpft hätte. „Noah ist in einer schwierigen Situation“, sagte nun Horst Heldt dem GEISSBLOG.KOELN. „Er hängt sich rein, gibt Gas im Training. Aber Jannes hat das gut gemacht, war in der Vorbereitung präsenter. Bisher gab es keine Veranlassung hinten links etwas zu verändern. Jannes hat eine Berechtigung zu spielen“, stützte der Sportchef die Entscheidung seines Trainers.

Heißt für Katterbach: Geduld haben und noch besser trainieren. Der 19-jährige weiß, dass er gegenüber Horn Stärken im Spielaufbau hat, jedoch Nachteile in Sachen Schnelligkeit und Flankenqualität. Aktuell setzt Gisdol auf lange Bälle und Flanken – weshalb Horn auch in Sachen Spielausrichtung aktuell einen Vorteil hat. Doch Heldt ist überzeugt, dass Katterbach schon bald zurückkommen könnte. „Noah wird die Situation meistern. Er hängt sich rein und wird sicher die Gelegenheit bekommen zu spielen.“ Dann wird Katterbach liefern müssen – und bis dahin Geduld beweisen.

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