Nach dem 2:1 durch Florian Kainz macht Anthony Modeste seinen Trainer nass. (Foto: IMAGO / ActionPictures)

Die Rückkehr der Brille: Modeste bringt die Freude zurück

Anthony Modeste hat ein umjubeltes Tor-Comeback für den 1. FC Köln gefeiert. Der Franzose zeigte gegen Hertha BSC eine starke Leistung, wurde unmittelbar nach dem 3:1 (1:1)-Erfolg aber mit nicht näher bekannten privaten Sorgen konfrontiert. Beim FC freute man sich derweil über den Treffer des Stürmers. Modeste wird in den kommenden Monaten dringend gebraucht.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Endlich wieder der Brillen-Jubel: Anthony Modeste hat 434 Tage auf ein Bundesliga-Tor warten müssen. In der 41. Minute gegen Hertha BSC war es endlich wieder soweit. Jan Thielmann flankte in den Strafraum, der Franzose setzte sich im bester Modeste-Manier gegen Trainer-Sohn Dardai durch und köpfte den Ball zum 1:1 in die Maschen.

Modeste visiert Baumgart mit Trinkflasche an

Der anschließende Jubel des Stürmers ging in ausgiebige Fan-Gesänge für den 33-jährigen über. Die 16.500 Zuschauer hatten sich diesen Treffer ähnlich herbeigesehnt wie Modeste selbst. Zuletzt hatte der Franzose am 30. Spieltag der Saison 2019/20 im Heimspiel gegen den FC Augsburg in einem Bundesliga-Spiel getroffen. Eine lange Zeit für den stolzen Angreifer. Nun ist das Warten vorbei.

Das frisch gewonnene Selbstvertrauen sah man dann auch in der zweiten Halbzeit, als Modeste das 2:1 durch Florian Kainz mit einer abgefälschten Flanke vorbereitete und hinterher beim Jubellauf eine Trinkflasche schnappte und den Inhalt seinem Trainer Steffen Baumgart ins Gesichts spritzte. Es war der alte Modeste, der Spaßvogel und Gute-Laune-Bär, wie man ihn in seiner ersten Zeit bei den Geißböcken unter Peter Stöger kennen gelernt hatte.

Familiäre Sorgen nach Schlusspfiff

„Ich verzeihe ihm die Wasserdusche“, sagte Baumgart hinterher. Allzu viel Lob wollte er seinem Stürmer aber nicht zukommen lassen. Das 1:1 war von seiner Entstehung bis zur Vollendung – vom Ballgewinn aus dem Pressing heraus über den schnellen Pass auf die Außenbahn bis zur Flanke auf Modeste und dessen Abschluss – der Inbegriff dessen, was Baumgart sehen will. Modeste war da nur das letzte Puzzlestück. „Tony hat sehr gut gearbeitet, jetzt muss er dran bleiben. Wenn wir ihn in den Strafraum bekommen, hat er die Qualität, und man sieht, wie gefährlich er da sein kann.“

Als der Stürmer in der 76. Minute für Sebastian Andersson ausgewechselt wurde, feierten ihn die FC-Fans noch einmal. Balsam auf die Seele des Franzosen, der danach jedoch offenbar mit privaten Sorgen konfrontiert wurde. Wie der Klub zunächst mitteilte, stand Modeste kurz davor, das Stadion vorzeitig zu verlassen. Hinterher erklärte Baumgart, der Stürmer sei letztlich doch im Stadion geblieben, nachdem man ihm eine offenbar schlechte Nachricht aus dem familiären Umfeld mitgeteilt habe. Der Trainer bat darum, die Privatsphäre des Spielers zu schützen, und so blieb es bei dieser knappen Information.

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