Dominick Drexler und Ismail Jakobs haben den FC im Sommer verlassen. (Foto: Bucco)

Dominick Drexler und Ismail Jakobs haben den FC im Sommer verlassen. (Foto: Bucco)

Jakobs, Drexler, Meyer und Co.: So läuft es bei den FC-Abgängen

Die angespannte finanzielle Situation des 1. FC Köln hat den Klub im Sommer zu einigen Spielerverkäufen zu gezwungen. Für den FC waren diese Transfers mit seinem aufgeblähten Kader überlebenswichtig, doch wie sieht die Situation der abgewanderten Spieler bei ihren neuen Klubs aus? 

Köln – Ein Großteil der Arbeit stand für Interimssportchef Jörg Jakobs im vergangenen Transfer-Sommer auf der Abgabenseite an. Zum einen musste er für die wertvollen Spieler im Kölner Kader Ablösen generieren, als auch jene Spieler loswerden, die in der Kaderplanung keine Rolle mehr spielten, um so finanzielle Altlasten loszuwerden. Diese Aufgabe hat der Fußball-Lehrer in Zusammenarbeit mit Alexander Wehrle, Thomas Kessler und Lukas Berg trotz eines komplizierten Marktes gemeistert. Die Verkäufe der beiden Leistungsträger Sebastiaan Bornauw und Ismail Jakobs waren dabei die beiden wichtigsten Transfers.

Sebastiaan Bornauw

Für 13,5 Mio. Euro verkaufte der FC den jungen Belgier an den VfL Wolfsburg. Für Bornauw hätte das erste halbe Jahr in der Autostadt dabei wohl besser laufen können. Weder läuft es für ihn optimal, noch für seinen Klub. Neun Startelfeinsätze stehen in der Liga lediglich zu Buche, in der Tabelle belegen die Wölfe den 13. Platz, das direkte Duell mit seinem alten Arbeitgeber hat er kurz vor der Winterpause bekanntlich auch verloren. Das erste halbe Jahr in Wolfsburg war für Bornauw also durchaus enttäuschend.

Ismail Jakobs

6,5 Mio. Euro überwies die AS Monaco im Sommer an den FC, um sich die Dienste des jungen Linksverteidigers zu sichern. Unter Trainer Niko Kovac wollte der U21-Europameister den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen. Bis dato ist Jakobs aber alles andere als ein unumstrittener Stammspieler. Zwar kommt er in der Liga auf 13 Einsätze, nur fünf davon aber von Beginn an. Auch in der Tabelle hinken die Monegassen den Erwartungen etwas hinterher, zu Weihnachten stehen sie auf dem achten Tabellenplatz. Insgesamt gibt es für „Iso“ also noch deutlich Luft nach oben.

Birger Verstraete

Nachdem sich der Veh-Transfer beim FC nicht entscheidend durchsetzen konnte, wechselte er im Sommer für 2,5 Mio. Euro zurück in seine belgische Heimat zu Royal Antwerpen. Dort ist er wieder eine feste Größe. Stand in 18 von 20 Liga-Spielen von Beginn an in der Startelf der Antwerpener, auch in der Europa League-Gruppenphase immer von Beginn an dabei. In der Liga steht sein Team auf einem guten dritten Platz, in der Europa League sind sie allerdings als Letzter ihrer Gruppe ausgeschieden.

Max Meyer

Erhielt von Horst Heldt im Winter einen Vertrag bis Saisonende und konnte die Erwartungen an ihn selten erfüllen. Seit dem Sommer ist er nun in der Türkei bei Fenerbahce Istanbul und auch da läuft es für den früheren Schalker alles andere als rund. Kam in drei Spielen von Beginn an zum Einsatz und wurde einmal eingewechselt. Der sechste Tabellenplatz ist für den Istanbuler Klub und Meyer ebenfalls enttäuschend. Es wird öffentlich bereits über eine erneute frühzeitige Trennung spekuliert.

Dominick Drexler

Der gebürtige Bonner wechselte ablösefrei in die 2. Liga zu Schalke 04 und soll dort mithelfen, den direkten Wiederaufstieg klarzumachen. Dabei kam Drexler in 13 Partien von Beginn an zum Einsatz, in vier Partien fiel er verletzt aus. Ist Drexler fit, spielt er also immer. In der Hinrunde hat er zwei Vorlagen und ein Tor gemacht, in der Tabelle steht er mit den Schalkern auf dem vierten Platz und ist damit mitten im Aufstiegskampf vertreten. Betrachtet man seinen Scoring-Output, ist er allerdings noch weit von seiner Kieler oder Kölner Zeit entfernt.

Lasse Sobiech

Der großgewachsene Innenverteidiger konnte sich beim FC nie durchsetzen und ging deshalb im Sommer zurück in die 2. Liga zum SV Darmstadt 98. Sobiech steht mit den Darmstädtern auf dem zweiten Platz und ist damit ebenfalls Teil des spannenden Aufstiegskampfes. Jedoch stand er nur in neun Partien auf dem Platz, davon war er sechsmal Teil der ersten Elf.

Vincent Koziello

Auch der Franzose hatte keine gute Zeit beim FC. Im Sommer konnten beide Parteien dann dieses Kapitel beenden, er wechselte ablösefrei zu KV Oostende in die erste belgische Liga. Auch dort tritt er meist als Joker in Erscheinung. In zehn Partien kam er zum Einsatz, davon zweimal von Anfang an und achtmal als Joker. War allerdings auch ganze viermal nicht im Kader. In der Tabelle liegt sein Klub auf dem 13. Platz.

Marco Höger

Nach fünf erfolgreichen Jahren beim FC lief der Vertrag des gebürtigen Kölners am Saisonende aus. In der dritten Liga fand er daraufhin eine neue Herausforderung beim Traditionsverein Waldhof Mannheim, bei dem der erfahrene Sechser eine gute Rolle spielt. 14-mal von Beginn an, dreimal eingewechselt, dabei sogar zwei Tore geschossen. Höger ist schnell in Mannheim angekommen und belegt mit seinem Team den vierten Tabellenplatz.

Julian Krahl

Der junge Nachwuchstorhüter des FC entschied sich im Sommer für einen Abgang und wechselte ebenfalls ablösefrei in die dritte Liga zu Viktoria Berlin. Dort läuft es positiv für den ehemaligen U-Nationaltorwart. In 14 Partien stand er von Beginn an im Tor und belegt mit dem Aufsteiger einen zufriedenstellenden elften Tabellenplatz.

Yann-Aurel Bisseck

Der in Köln geborene Innenverteidiger debütierte im Alter von 16 Jahren in der Bundesliga. Inzwischen ist er 21 Jahre alt und hat verschiedene Leihstationen hinter sich. Nachdem viele der Leihen für Bisseck nicht zufriedenstellend verliefen, erlebt er jetzt in Dänemark bei Aarhus GF einen Karrieresprung. Anfangs nur ausgeliehen, machte er mit guten Leistungen auf sich aufmerksam und sorgte so dafür, dass die Dänen ihn zum Sommer 2022 fest verpflichteten. In dieser Saison kam er in 16 von 17 möglichen Liga-Partien zum Einsatz, davon 14-mal von Beginn an, außerdem steuerte er ein Tor bei. Mit Aarhus steht er auf dem siebten Tabellenplatz.

Joao Queiros

Der portugiesische Innenverteidiger ist einer der größten Transferflops in der jüngeren Vergangenheit des FC. Im Jahr 2017 von Jörg Schmadtke als vielversprechendes Talent für drei Millionen Euro aus der Jugend des SC Braga verpflichtet, hat er bei den Profis nie Fuß fassen können. Nach unzähligen Leihgeschäften wurde sein Vertrag im vergangenen Sommer aufgelöst, woraufhin er zurück in seine Heimat in die zweite portugiesische Liga zum GD Chaves wechselte. Doch auch dort läuft es äußerst bescheiden für Queiros, so kommt er in dieser Saison lediglich auf einen Einsatz für den Tabellensechsten der zweiten portugiesischen Liga.

Marcel Risse

Nach einem Leih-Jahr bei der Viktoria zog es den Flügelspieler im Sommer endgültig auf die andere Rheinseite. Dort wurde der inzwischen 32-Jährige zum Kapitän ernannt und kommt in 18 Partien (davon 17 von Beginn an) auf drei Tore und vier Vorlagen. Eine persönlich ordentliche Bilanz für den Kölner, der jedoch mit der Viktoria im Abstiegskampf der Dritten Liga festhängt.

Abgänge der Leihspieler

Darüber hinaus kehrten Emmanuel Dennis, Elvis Rexbecaj, Tolu Arokodare, Marius Wolf und Ron-Robert Zieler zu ihren Stammvereinen zurück. Während sich Zieler bei Hannover 96 wieder als Stammkeeper durchsetzen konnte, kann auch Marius Wolf bei Borussia Dortmund zufrieden sein (zwölf Bundesliga- und fünf Champions League-Einsätze). Elvis Rexhbecaj zog es derweil vom VfL Wolfsburg weiter zum VfL Bochum. Mit dem Aufsteiger spielte der 24-Jährige eine starke Hinrunde, bei der er in allen 17 Spielen in der Startelf stand (null Torbeteiligungen). Emmanuel Dennis zog es derweil in die Premier League zum FC Watford, wo der einstige Transfer-Flop nun durchgestartet ist und nach 16 Spielen auf acht Tore und fünf Vorlagen kommt. Tolu Arokodare wurde unterdessen weiter in die französische Zweite Liga zum SC Amiens verliehen. Dort kommt der Sturm-Hüne auf fünf Tore und eine Vorlage. Auch Robert Voloder, zunächst ausgeliehen und inzwischen verkauft, sowie Dimitris Limnios haben den Verein im Sommer verlassen (hier mehr zu dem Duo).

 

 

 

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