Simon Breuer im August 2021 vor seiner Verletzung. (Foto: Bucco)

Simon Breuer im August 2021 vor seiner Verletzung. (Foto: Bucco)

Nach fünfmonatiger Pause: U19-Kapitän Breuer spricht über die Leidenszeit

Nach fünf Monaten Verletzungs- und krankheitsbedingter Auszeit hat Simon Breuer, Kapitän und Leistungsträger der A-Junioren, Anfang April sein Comeback im Trikot des 1. FC Köln gegeben. Beim Auswärtsspiel in Duisburg erzielte er auch gleich wieder ein Tor. Das Kölner Eigengewächs aus Sülz spricht im GEISSBLOG-Interview über seine lange Leidenszeit und seinen großen Traum, für den er weiter hart arbeiten will.

Das Interview führte Lars Tetzlaff

GEISSBLOG: Simon, auch wenn es bei einem gerade einmal 19-Jährigen komisch klingt: Du bist ja ein echtes FC-Urgestein.

SIMON BREUER: “Das stimmt wohl. Ich bin 2010 von SC Borussia Hohenlind Lindental zum FC gewechselt und habe hier seitdem alle Junioren-Teams durchlaufen. Von den Jungs aus dem 2003er-Jahrgang von früher bin ich wirklich der Letzte, der noch im Verein ist. Florian Wirtz war auch einer von ihnen, aber der spielt ja jetzt auf der anderen Rheinseite.”

Bis zum letzten Sommer lief für dich auch noch alles nach Plan im Hinblick auf eine mögliche Karriere als Fußballprofi…

Gerade im letzten Sommer lief wirklich alles wie am Schnürchen: Nach meinem Realschulabschluss habe ich mich voll auf den Fußball konzentrieren können. Ich war bei der U19-Nationalmannschaft dabei, konnte mich bei den Profis zeigen und habe mit dem FC in der Youth League gespielt – das war wirklich eine coole Erfahrung.

Dann kam das Spiel beim Wuppertaler SV im Oktober 2021 und es begann eine lange Verletzungs- und Krankheitsgeschichte. Was ist passiert?

Ich habe mir beim Spiel in Wuppertal das Außenband im Fuß gerissen. Eigentlich eine Verletzung, mit der man recht schnell wieder einsatzfähig ist. Ich hatte allerdings das Pech, länger pausieren zu müssen. Als ich wieder auf einem guten Weg war, kam Anfang des Jahres erst eine Corona-Infektion und im Anschluss eine hartnäckige Mandelentzündung hinzu. Das hat mich ordentlich aus der Bahn geworfen und fünf Monate zum Zuschauen verdonnert.

Simon Breuer im GEISSBLOG-Interview. (Foto: Tetzlaff)
Simon Breuer im GEISSBLOG-Interview. (Foto: Tetzlaff)

Fünf Monate sind für einen 19-Jährigen, der sich eine Profikarriere aufbauen will, eine sehr lange Zeit. Kommt man da irgendwann mal ins Grübeln und befürchtet, den Anschluss zu verpassen?

Nein, keine Sekunde! Es war für den Kopf zwar manchmal echt hart, auch weil ich dem Team in einer schwierigen Phase nicht helfen konnte. Mir war aber klar, dass ich das wieder hinbekomme. Der Verein hat mir dabei echt gut geholfen: Physios, Trainer und Mitspieler haben mich immer unterstützt.

Du warst auch in deiner Verletzungs- und Krankheitspause bei fast allen Spielen der U19 dabei, egal ob Heim- oder Auswärtsspiel.

Für mich war das selbstverständlich. Ich war und bin Kapitän der Mannschaft. Da wollte ich dabei sein und die Jungs unterstützen – auch vom Spielfeldrand aus. Außerdem wollte ich etwas von der Hilfe, die ich bekommen habe, zurückgeben.

Anfang April konntest du im Verbandspokal gegen Fortuna Köln endlich dein Comeback geben und wurdest Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt. Was ging dir da durch den Kopf?

Ganz ehrlich: Die ersten paar Minuten auf dem Platz habe ich nur gehofft, dass ich schmerzfrei bleibe. Aber das hat sich dann schnell geändert und ich konnte alles ausschalten. Klar, noch fehlt mir die Kraft, über 90 Minuten höchstes Tempo gehen zu können. Da fehlen mir noch ein paar Körner. Aber in spätestens zwei bis drei Wochen will ich der Alte sein.

Dann ist die Saison in der A-Junioren-Bundesliga beendet. Wie geht’s mit dir weiter?

Mein Vertrag beim FC läuft noch bis 2024. Als Kölner, der schon so lange in diesem Verein spielt, ist und bleibt mein größter Traum, eines Tages im ausverkauften RheinEnergieStadion im FC-Trikot aufzulaufen.  Dafür werde ich alles, wirklich alles geben. Welchen Weg ich bis dahin nehme, um mich optimal weiterzuentwickeln, wird man sehen.

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