Jonas Hector im hitzigen Austausch mit dem Linienrichter gegen Nijmegen. (Foto: Screenshot Livestream 1. FC Köln)

Jonas Hector im hitzigen Austausch mit dem Linienrichter gegen Nijmegen. (Foto: Screenshot Livestream 1. FC Köln)

Hector noch nicht fit: “Weiß nicht, wie lange die Luft reicht”

Jonas Hector arbeitet sich langsam wieder an seine Form heran. Der Kapitän des 1. FC Köln erklärte am Wochenende, dass er noch nicht wieder bei 100 Prozent sei. Jedoch bewies er in einer Szene im Testspiel gegen NEC Nijmegen (5:0), dass der 32-Jährige bereits unter Spannung steht vor dem Pflichtspiel-Auftakt beim SSV Jahn Regensburg am Samstag.

Es lief die 88. Minute im Testspiel des 1. FC Köln gegen NEC Nijmegen. In einem alltäglichen, eher harmlosen Zweikampf bekam Jonas Hector von seinem Gegenspieler etwas unsanft den Fuß in die Hacke, spielte aber weiter. Keine große Sache, der FC hatte weiter die Ballkontrolle. Doch Hector verlor eben jene.

“Das war kein Foul, oder was?”, rief der FC-Kapitän dem Linienrichter zu. Hector hörte auf zu spielen, rief noch einmal “Das war kein Foul?”. Als der Ball im Toraus war, drehte sich der 32-Jährige sofort wieder in Richtung Schiedsrichter-Assistent um und diskutierte weiter. “Sag mir, warum das kein Foulspiel ist!”, forderte er den Linienrichter auf. “Der läuft mir in die Hacken rein. Willst du mich verarschen? Du spielst eine Scheiße!”

Hör auf, Jonas! Lass das sein!

Schiedsrichter-Assistent

Und so ging es nur Sekunden später weiter. Eben jener Gegenspieler setzte Hector erneut unter Druck, dieser drückte sich im Zweikampf mit dem Rücken zum Gegenmann ab und schob, nachdem er den Pfiff dieses Mal bekommen hatte, den Arm in den Augen des Linienrichters etwas zu abrupt aus, um seine anhänglichen Gegenspieler von sich zu drücken. “Hör auf, Jonas!”, ging der Assistent daraufhin dazwischen, nachdem Hector den Gegenüber noch einmal weggeschubst hatte. “Was willst du denn?”, sagte der Assistent. “Lass das sein!” Gemeint war der Schubser.

Hector war kaum mehr einzukriegen, ging mit ausgestrecktem Zeigefinger auf den Linienrichter zu. Erst nach Aufforderung seiner Mitspieler spielte er weiter und ließ vom Mann an der Seitenlinie ab. Und das in einem Testspiel beim Stand von 5:0 wegen eines harmlosen Körperkontakts, den man wohl als Foulspiel hätte werten können, der jedoch eher zu den zarteren Berührungen zählen dürfte, die der FC-Kapitän in der kommenden Saison in den Zweikämpfen in der Bundesliga erleben wird.

Die Luft fehlt noch hier und da

Jonas Hector

Der FC-Kapitän ist also wieder auf Betriebstemperatur. Wenngleich noch nicht fit. Gegen Nijmegen spielte Hector erneut nur 45 Minuten. Nach seiner langwierigen Muskelverletzung vom 34. Spieltag der Vorsaison in Stuttgart und einer über zweimonatigen Pause kommt der Linksverteidiger erst wieder langsam in Schwung. Das sagte Hector auch einen Tag später auf der Saisoneröffnung der Geißböcke.

“Es geht so langsam aufwärts. Ich bin auf einem guten Weg”, sagte Hector im Gespräch mit Stadionsprecher Michael Trippel. “Ganz fit bin ich noch nicht, die Luft fehlt noch hier und da. Aber das kommt jetzt.” In einer Woche beim SSV Jahn Regensburg wird Hector womöglich noch nicht wieder in der Startelf stehen – oder wohl nicht über 90 Minuten durchhalten. “Ob ich in der Startelf stehe, müsst ihr den Trainer fragen. Grundsätzlich bin ich bereit, wie lange die Luft reicht, weiß ich nicht. Aber ich werde da sein.” Und mit Sicherheit hochmotiviert, das Spiel (und jeden noch so harmlosen Zweikampf) zu gewinnen.

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