Rijad Smajic. (Foto: Bucco)

Rijad Smajic. (Foto: Bucco)

Nach starken Leistungen: Abwehr-Talent drängt auf Profi-Debüt

Als gebürtiger Kölner brennt er auf sein Debüt: Rijad Smajic überzeugt seit Wochen bei der U21 des 1. FC Köln in der Regionalliga West und besitzt seit kurzem einen Profi-Vertrag bis 2025. Angesichts der kräftezehrenden Englischen Wochen der FC-Profis und der reihenweisen Patzer der Abwehr-Konkurrenz drängt sich die Frage auf: Kann Smajic schon eine Alternative in der Innenverteidigung sein?

Kürzlich konnte Rijad Smajic schon zweimal Europapokal-Luft schnuppern. Der 18-Jährige stand bei beiden Duellen gegen Partizan Belgrad – wie auch schon beim Hinspiel gegen Slovacko – im Kader des FC, kam allerdings nicht zum Einsatz. Das Abwehr-Juwel, das 2019 aus der Jugend Fortuna Kölns ans Geißbockheim wechselte, konnte sich zumindest schon einmal an die lautstarken Atmosphäre vor europäischer Kulisse gewöhnen.

Es war ein besonderes Erlebnis für Smajic, der aktuell für die bosnische U19-Nationalmannschaft spielt und daher in der serbischen Hauptstadt einen sprachlichen Vorteil hatte: „Ich habe verstanden, was die Partizan-Fans gesungen haben“, verriet er dem GEISSBLOG. Gehemmt habe ihn die Kulisse allerdings nicht, erlebte er doch nicht den Ernstfall mit einem Einsatz in dem Hexenkessel. Auch, wenn damit wohl ein Traum des Spielers in Erfüllung gegangen wäre.

Baumgart lobt, mahnt aber zur Geduld

In der Bundesliga gehörte Smajic bisher zweimal dem FC-Kader an, in Wolfsburg und gegen Augsburg. In der Regionalliga West kam der Innenverteidiger bisher sieben Mal zum Einsatz. Die Gelb-Rote Karte am ersten Spieltag in Rödinghausen warf Smajic nicht aus der Bahn. Mit starken Leistungen in den vergangenen Wochen machte er intern auf sich aufmerksam, auch bei Profi-Trainer Steffen Baumgart.

Der 50-Jährige hält große Stücke auf sein Abwehr-Talent: „Rijad ist sehr talentiert, deshalb ist er bei uns, deshalb haben wir mit ihm verlängert. Aber vor allem muss man immer wieder betonen, dass er Zeit hat. Er könnte theoretisch noch in der A-Jugend spielen. Was er im Training macht, hat Hand und Fuß. Wir sind davon überzeugt, dass er ein guter Innenverteidiger werden kann. Aber wir müssen alle Geduld haben.“

Smajic bewährt sich in der U21

Was noch nicht nach bevorstehenden Einsätzen klingt, kann trotz aller angemahnter Geduld des Trainers schneller gehen als gedacht. Die vielen Englischen Wochen hinterlassen ihre Spuren. Dazu kommen die immer häufiger werdenden Aussetzer von Kölns Innenverteidigern, etwa von Timo Hübers in Belgrad oder zuletzt von Luca Kilian gegen Augsburg und in Mainz. Kann sich Smajic sogar Hoffnungen machen, schon im Conference-League-Rückspiel beim 1. FC Slovacko seinen Einstand zu feiern? Die Chancen sind wohl noch gering: Kilian ist zwar in der Liga gesperrt, kann dafür in Europa spielen und Hübers eine Pause geben. Derweil dürfte Sommer-Neuzugang Nikola Soldo spielen, um sich für die Bundesliga am Sonntag weiter an die Mannschaft und seine Rolle zu gewöhnen.

Nur für den Fall, dass Baumgart sich entscheiden sollte, Hübers und Soldo für Hoffenheim am kommenden Sonntag zu schonen, käme Smajics Chance. Sorgen vor einem flatternden Nervenkostüm seines Rookies müsste Baumgart dabei nicht haben. So überzeugte Smajic unlängst trotz der 1:3-Niederlage der U21 am Freitagabend bei Alemannia Aachen vor immerhin rund 9000 Zuschauern am Tivoli. Dabei bewahrte der Innenverteidiger sein Team mehrfach vor brenzligen Situationen. Eine Hauptschuld an den Gegentoren traf ihn nicht. Und so ist das Profi-Debüt des Spielers mit der Rückennummer 46 nur noch eine Frage der Zeit.

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